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3D-Emulator macht Nintendo-Klassiker mit der VR-Brille begehbar

von Matthias Bastian10. Mai 2017

Aus alt mach neu und dann VR: Der NES-Emulator “3DNes” sorgt für ein völliges neues Retro-Gaming-Erlebnis und macht Nintendos Klassiker mit Oculus Rift und HTC Vive kompatibel.

Habt ihr als Kind vor der Spielekonsole gesessen und euch gewünscht, dass die virtuelle Welt nicht nur flach auf der Röhre flimmert, sondern dass ihr durch den TV hineinspringen könnt? Der NES-Emulator 3DNes ermöglicht genau das.

Das funktioniert so: Die Nintendo-Klassiker werden als digitale Kopie (Rom) des originalen Moduls am PC eingespielt und von einem Emulator wiedergegeben. Das flache 2D-Bild wird in einem zweiten Schritt um einen 3D-Effekt ergänzt.

Eine Engine rekreiert die ursprüngliche 2D-Szene aus voxel-basierten 3D-Objekten. Zuletzt wird das 3D-Bild passend ausgeleuchtet und anschließend gerendert. Der Spielablauf bleibt unangetastet und findet identisch zum Original auf der 2D-Ebene statt.

Die Pixelwelt mit Marios Augen sehen

Dank der 3D-Aufbereitung kann sich der VR-Brillenträger vorbeugen, um einzelne Objekte im Detail oder aus verschiedenen Winkeln anzuschauen. Auf Knopfdruck kann er sich in die Szene transportieren und die Pixewelt aus den Augen der Spielfigur erleben.

Das letztgenannte Feature dürfte zwar aufgrund von VR-Übelkeit den Magen arg strapazieren – schon das Zuschauen im Video fällt zum Teil schwer – es ist aber allemal ein interessantes Wahrnehmungsexperiment.

Die Basisversion von 3DNes ist hier kostenlos verfügbar. Das Upgrade für die VR-Brille und die Egoperspektive kostet ab 4,99 US-Dollar.

Einen vergleichbaren Emulator gibt es für Microsofts Hololens. N3S projiziert Spieleklassiker mit einem ähnlichen Verfahren dreidimensional in den Raum. Aufgrund der im Vergleich zu einem Highend-PC schwachen Rechenleistung von Hololens hat das Programm noch Probleme mit der Performance.

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