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48 Stunden in Virtual Reality – ohne Schlaf *Update*

von Matthias Bastian8. Januar 2016

Update vom 10. Januar:

Thorsten hat es geschafft. Respekt und Glückwunsch! Einen Rückblick gibt es auch:

Ursprünglicher Artikel:

Selbst die härtesten VR-Enthusiasten wollen eine VR-Brille ungern länger als ein bis zwei Stunden auf dem Kopf tragen. Thorsten S. Wiedemann, Gründer der Berliner Event-Agentur A MAZE, die sich auf Themen rund um Games spezialisiert hat, will nun direkt 48 Stunden in der virtuellen Realität verbringen – ohne Pause und Schlaf.

“Kein Mensch hat es so lange in einer Computer generierten virtuellen Realität ohne Schlaf ausgehalten”, heißt es in der Beschreibung der Aktion. Gedacht ist das Event als Ausblick auf eine Zukunft, in der der Aufenthalt in virtuellen Welten Teil unseres Alltags ist. Es wird durchgehend via YouTube live gestreamt (siehe Video oben).

DISCONNECTED heißt die Performance, die an diesem Wochenende im Game Science Center in Berlin stattfindet. Thorsten wird zwei Tage lang mit HTC Vive durch verschiedene virtuelle Welten springen. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt, denn auf der CES in Las Vegas enthüllen gerade zahlreiche Unternehmen ihre Virtual-Reality-Pläne für die kommenden Jahre. Wer in Berlin vor Ort ist, kann die Ausstellung auch besuchen und Thorsten persönlich “Hallo” sagen. Nur der Blickkontakt dürfte schwierig werden. Die Öffnungszeiten sind Freitag und Samstag von 11 bis 23 Uhr, Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Torstens Performance endet am Sonntag um 13 Uhr – wenn er durchhält.

Die Vision, die den Künstler antreibt: Im Jahr 2026 verbringen Menschen einen großen Teil ihrer Zeit in VR zu Unterhaltungszwecken, Bildung, Training oder um einfach Spaß in digitalen Welten zu haben. Es gibt neue Kunstformen und Arten des Storytelling. Es ist normal, dass man in VR internationale Freunde in Social-VR-Rooms trifft und gemeinsam virtuelle Abenteuer erlebt. Man besucht Orte, von denen man heute nicht einmal träumt, dass man sie jemals sehen würde, lernt Sprachen und Kochen in authentischen Umgebungen.

Die VR-Brille daheim ist 2026 Standard, aber eignet sich nur für weniger immersive VR-Erfahrungen. Für die wirklich krassen VR-Ausflüge müssen Nutzer illegale VR-Center aufsuchen, in denen virtuelle Trips auf Wunsch verkauft werden. Und auf genau diesem befindet sich Thorsten gerade. Wir drücken die Daumen, dass er ohne Langzeitschäden wieder rausfindet. Mehr Informationen zu A MAZE gibt es hier. Mehr Infos zum Game Science Center in Berlin stehen hier.