Eigentlich müsste es ja eher abgeflogen statt abgefahren heißen, auf die Haptik-Drohne passen jedoch beide Beschreibungen ziemlich gut.

Die VR-Welt haptisch erfahrbar zu machen, gehört zu den größeren Herausforderungen der Branche. Die folgende Haptik-Drohne ist vielleicht nicht unbedingt wohnzimmertauglich, schafft es aber sicher in die Bestenliste der ausgefallensten Ideen.

Das Konzept ist im Grunde ziemlich einfach und durchaus kreativ: Der VR-Brillenträger wird von einer Drohne umkreist, die sich synchron zu einem Objekt in der Virtual Reality bewegt, beispielsweise zu einem digitalen Fisch.

Streckt der Nutzer in VR seinen Finger aus, um das Tier zu berühren, schwebt an der zu erwartenden Kontaktstelle die Drohne und bietet eine Fläche für die Berührung an.

Alternativ zu diesem passiven Modus kann die Drohne den Brillenträger aktiv anfliegen oder gegriffen und verschoben werden. Je nach Einsatzzweck wird die Drohne mit unterschiedlichen Haptik-Objekten ausgerüstet.

Die Drohne wartet, bis sie berührt wird (links), stupst den Brillenträger an (mittleres Bild) oder kann gegriffen und gezogen werden (rechts).

Die Drohne wartet, bis sie berührt wird (links), stupst den Brillenträger an (mittleres Bild) oder kann gegriffen und gezogen werden (rechts).

Je nach erwünschtem Haptik-Feedback kann der Drohnenaufsatz angepasst werden.

Je nach erwünschtem Haptik-Feedback kann der Drohnenaufsatz angepasst werden.

Entwickelt wurde die Haptik-Drohne von Forscherinnen und Forschern an den Universitäten München, Darmstadt, Wellesley College, Duisburg-Essen und Regensburg. Die begleitende Publikation “VRHapticDrones: Providing Haptics in Virtual Reality through Quadcopters” wird in vollem Umfang Ende November auf einer wissenschaftlichen Fachkonferenz für Multimediatechnologie vorgestellt.

Ein Vorläufermodell aus dem vergangenen Jahr ist im folgenden Video zu sehen (Paper):

In eine ähnliche Richtung geht ein auf der Siggraph 2018 vorgestellter Haptik-Stab, der an beiden Enden mit Drohnen ausbalanciert ist. Die beiden Drohnen simulieren passend zur VR-Erfahrung Widerstand, indem sie den Stab gezielt in eine Richtung fliegen.

Demonstriert wird das im folgenden Video am Beispiel eines Paddels bei einer VR-Bootstour.

Via: Drone Below

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