Der chinesische Online-Händler Alibaba stellt auf einer Cloud-Computing-Konferenz in Hangzhou seine Hardware-Pläne vor. Der Internetkonzern kündigte unter anderem ein eigenes Chip-Unternehmen an.

Die 2017 gegründete Alibaba DAMO Academy ist für die Forschung zuständig, das neu gegründete, noch namenlose Tochterunternehmen soll sie produzieren. Neben KI-Chips soll es auch Quantenprozessoren herstellen. Beide Chips sollen in Alibabas Cloud-Systemen zum Einsatz kommen.

Der KI-Chip AliNPU soll im zweiten Halbjahr 2019 marktreif sein. Er wird auch außerhalb der Cloud verfügbar sein und soll in autonomen Fahrzeugen, intelligenten Städten und der Logistik zum Einsatz kommen.

In ersten Tests zur Bildverarbeitung sei der Chip viermal schneller als bisherige Lösungen, behauptet Alibabas Technischer Direktor Jeff Zhang.

Quantencomputer für die Cloud

Über Leistungsfähigkeit oder Erscheinungsdatum des Quantenchips machte Zhang keine konkreten Angaben. Die Quantencomputer sollen in der Cloud Aufgaben des maschinellen Lernens lösen oder bei der Optimierung physikalischer Simulationen helfen. DAMO arbeitet an Algorithmen, die auf die neue Architektur zugeschnitten sind.

Alibaba folgt so dem Trend, Quantencomputer über die Cloud zugänglich zu machen. Microsoft stellte 2017 sein Projekt Quantum vor, das ebenfalls Quantencomputer als Cloud-Service realisieren soll.

Schon weiter ist die etwas weniger bekannte Konkurrenz: Anfang August stellte Rigetti Computing seinen neuen 128-Qubit-Chip vor. Rigetti bietet seit 2017 eine Plattform, die es Entwicklern erlaubt, Quantenalgorithmen zu schreiben und zu testen.


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