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Alibaba startet erstes Einkaufsangebot in Virtual Reality

von Matthias Bastian3. November 2016

Zur Feier des “Singles Day” startet Chinas eCommerce-Gigant Alibaba eine ganze Reihe an Marketingaktionen. Was da nicht fehlen darf: Klar, ein Angebot mit Virtual Reality. Kunden sollen erstmals mit der VR-Brille auf dem Kopf einkaufen.

Der chinesische “Singles Day” hat mit Onlineshopping eigentlich denkbar wenig zu tun. Der Feiertag für Alleinstehende ist eine chinesische Tradition, die in den 90er-Jahren dem universitären Umfeld entsprang. Er findet jährlich am 11.11 statt – wegen der vierfachen Eins. Zahlreiche Unternehmen – vorneweg Alibaba – machen aus der kulturellen eine kommerzielle Tradition: Der Singles Day ist zum weltweit größten Onlineshopping-Tag mutiert.

Für das diesjährige Festival, das bereits läuft und am 11.11. den Höhepunkt erreichen wird, bringt Alibaba erstmals die im März angekündigte “Buy+” VR-Initiative in den Geschäftsalltag. Das Ziel ist es, das größte virtuelle Warenhaus zu erschaffen. Um die Potenziale des neuen Mediums im eCommerce auszuloten, gründete Alibaba das VR-Labor “Gnome Magic”, das sich sowohl mit Hard- als auch mit Software fürs VR-Shopping befasst.

Schon bei der ersten Ankündigung von “Buy+” verkündete Alibaba, dass bereits eine Viezahl detaillierter 3D-Darstellungen von Produkten vorhanden sei. Hochwertige 3D-Modelle sind die Voraussetzung, damit der Einkauf mit der VR-Brille einen Mehrwert gegenüber dem herkömmlichen Onlineshopping bietet.

Zukünftig sollen Unternehmen lernen, ihre Produkte eigenständig dreidimensional zu digitalisieren. Die dafür notwendigen Werkzeuge stellt Alibaba bereit. Gemeinsam mit Google gehört Alibaba außerdem zu den führenden Investoren des Mixed-Reality-Startups Magic Leap.

Bezahlen per Kopfnicken

Während des Singles-Day-Festivals können Alibaba-Kunden mittels mobiler VR-App virtuell by Macy’s, Target und zahlreichen anderen realen Einzelhandelsketten einkaufen. Der komplette Einkaufsprozess wird in den virtuellen Shops abgebildet. Die benötigten Cardboard VR-Brillen werden für circa 15 Cent vertrieben. Über 150.000 Brillen sollen im Rahmen des Events ausgegeben werden.

Ein internes Startup von Alibaba beschäftigt sich ausschließlich mit dem Bezahlprozess in Virtual Reality. “VR Pay” heißt das System, das es Nutzern ermöglichen soll, einen Einkauf nur mit einem Nicken zu bestätigen. Um versehentliche Käufe zu verhindern, muss vor dem Kauf eine Verifikation durchgeführt werden und die Rechnung an der Kasse mit einem erneuten intensiven Blick bestätigt werden.

Das Video unten zeigt natürlich nicht die Realität der Virtual-Reality-Einkaufstour mittels Cardboard-Brille, sondern eher die Vision von Alibabas Marketingabteilung.

| Featured Image: Alibaba | Source: Alibaba PR