In der kalifornischen Stadt Orange eröffnete vor wenigen Tagen eine VR-Arcade mit offizieller Alien-Filmlizenz. Die ersten Eindrücke fallen trotz technischer Mängel positiv aus.

Alien: Descent wird von 20th Century Fox als ein technisch aufwendiges VR-Erlebnis beworben, das volle Bewegungsfreiheit, Ganzkörpererfassung und Umgebungseffekte wie Hitze, Kälte und Feuchtigkeit bietet. Die US-Seite Upload VR stattete der VR-Arcade einen Besuch ab.

In das Universum der Alien-Filmreihe tauchen Besucher bereits vor dem Aufsetzen der VR-Brille ein, denn der Eingangsbereich ist dem Inneren eines Raumschiffs nachempfunden. Hier legen die Teilnehmer das Trackingzubehör für Arme und Beine an, machen sich mit dem haptischen VR-Gewehr der Marke Striker vertraut und schauen ein Video, das ihre Mission beschreibt.

In der darauffolgenden VR-Erfahrung schlüpfen sie in die Rolle von Weltraumsoldaten, die auf einem Bergbauplaneten landen und einem Notruf nachgehen müssen – und dabei mit einer unfreundlichen Spezies Bekanntschaft machen.

Schwache Grafik, starkes Präsenzgefühl

Als VR-Brille kommt eine Gear VR zum Einsatz, auf Rucksack-PCs wird also verzichtet. Für die räumliche Erfassung ist ein Optitrack-System verantwortlich. Upload VR schreibt, dass sich die Erfassung der Kopfbewegungen trotz der aufwendigen Technik nicht perfekt anfühlte, was leichte Kopfschmerzen nach sich zog. Nach den ersten Schritten in der Virtual Reality habe sich das Unwohlsein aber gelegt.

In der VR-Erfahrung lief der Redakteur mit einem anderen Arcade-Besucher durch eine mehrstöckige, von Aliens verseuchte Anlage. UploadVR lobt die immersiven Qualitäten der VR-Erfahrung, zu denen die Umgebungseffekte, das 3D-Audiodesign und die Haptik in besonderem Maße beitragen.

Die virtuellen Brüstungen und Wände sind auch in der echten Welt vorhanden, sodass man nach ihnen greifen kann. Bodenplatten vibrieren an der richtigen Stelle, wenn sich ein Xenomorph von der Decke fallen lässt und vor dem VR-Spieler landet. Die grafische Qualität sei hingegen eingeschränkt, was an der begrenzten Leistung der Gear VR liegt.

Besser als Star Wars

Bei Reddit fasst ein VR-Entwickler seine Eindrücke der VR-Arcade zusammen. Er besuchte bereits das technisch ähnlich aufwendige Star-Wars-Erlebnis von The Void und vergleicht die Qualität der VR-Erfahrungen.

Grafisch sei Alien: Descent unterlegen, da die virtuelle Welt nicht von einem Rucksack-PC berechnet wird. Dennoch sei er als VR-Entwickler beeindruckt von der Technologie und Erfahrung als Ganzes. Das starke Präsenzgefühl mache die Schwächen der Präsentation wett. Zur Immersion trage bei, dass der erkundbare Raum viel größer sei als bei der Star-Wars-Erfahrung.

Insgesamt habe ihm das Design der Alien-Erfahrung besser gefallen, auch wenn der Produktionsstandard nicht ganz so hoch sei wie bei The Void.

Das VR-Erlebnis dauert laut den Testern circa zehn bis 15 Minuten. Ein Eintrittsticket kostet 22 US-Dollar. Reservierungen kann man auf der offiziellen Internetseite tätigen.

| Featured Image: Fox | Source: Upload VR / Reddit

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