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Amazon arbeitet an Serie zum Metaverse-Roman Snow Crash

von Matthias Bastian30. September 2017

Die Mutter aller Metaverse-Geschichten wird als Serie umgesetzt: Snow Crash soll bei Amazon erscheinen.

Laut der Webseite Variety schafft der Metaverse-Kultroman “Snow Crash” den Sprung ins Serienformat. Die Serie wird von Amazon gemeinsam mit Paramount Television produziert und von Joe Cornish (“Ant-Man”) und Frank Marshall (“Back to the Future”) umgesetzt. Eine Episode soll auf eine Stunde angelegt sein, die Veröffentlichung ist für 2018 oder 2019 vorgesehen.

Eine Filmadaption des bereits 1992 erschienenen Sci-Fi-Kultromans ist schon seit Jahren in Planung, wurde aber immer wieder verschoben. Im Juni beteuerte der Autor des Romans Neal Stephenson, dass ein Filmteam konzentriert bei der Arbeit sei. Wahrscheinlich bezog er sich dabei auf die jetzt offiziell gemachte Amazon-Produktion.

Der Roman “Snow Crash” erzählt die Geschichte von Hiro Protagonist, der im echten Leben als Pizzabote arbeitet. Im von Stephenson erfundenen Metaverse lebt er sein zweites Ego als Krieger-Avatar aus, der die Schöpfer eines Computervirus besiegen will, der Hacker bedroht. Die Handlung findet in einer dystopischen Zukunft statt, in der der Staat fast keine Rolle mehr spielt und alle Macht von privaten Unternehmen ausgeht. Sogar die Polizei ist privatisiert. Es herrschen Armut und soziale Ungerechtigkeit.

Snow Crash reiht sich ein in weitere Filmumsetzungen, die sich mit Cyberthemen und der Virtual Reality befassen: Neben Steven Spielbergs Kinoadaption von “Ready Player One” ist offenbar ein dritter Teil zu “Tron” in Planung. Auch der Cyberpunk-Roman “Neuromancer” wird als Film umgesetzt.

Snow Crash
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Letzte Aktualisierung am 18.10.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Stephenson macht in Augmented statt in Virtual Reality

Mittlerweile arbeitet Stephenson als “Chef-Futurist” für das AR-Startup Magic Leap. Er soll die Vision liefern, die von Kreativen und Ingenieuren in Soft- und Hardware umgesetzt wird.

Stephenson beschreibt Virtual und Augmented Reality als “komplett unabhängig voneinander und beinahe ohne Bezug zueinander”. VR sei dafür gemacht, Menschen aus ihrer Lebenswirklichkeit herauszuholen. Augmented Reality habe das Gegenteil zum Ziel.

Stephenson hegt keine Zweifel daran, dass Menschen in der Zukunft 24 Stunden pro Tag und sieben Tage die Woche in der digitalen Sphäre eingeloggt sein könnten. Offen sei allein, wie weich die Übergänge sind.

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