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AMD: VR-Brillen sind zu komplex und teuer, verkaufen sich “bescheiden”

von Matthias Bastian12. Januar 2017

AMD-CEO Lisa Su glaubt, dass Virtual Reality Erfolg haben wird, sobald Komplexität und Kosten deutlich reduziert sind. Um die hauseigene VR- und AR-Brille Sulon Q ist es mittlerweile still  geworden.

Die meiste Sichtbarkeit zum Thema Virtual und Augmented Reality haben die Hersteller der Geräte: Oculus, Sony, HTC, Samsung oder Google. Dabei sind die Unternehmen, die für die technische Infrastruktur sorgen, ebenso wichtig. Zu diesen Unternehmen gehört auch AMD.

In einem Interview mit Yahoo Finance äußert sich AMD-Chefin Lisa Su über Virtual und Augmented Reality als potenziellen Geldbringer. Wie viele andere in der Branche hält sie die aktuellen Geräte für noch nicht ausgereift genug, um zum Verkaufshit zu werden.

VR-Brillen seien zu klobig und zu komplex in der Anwendung, so Su, das würde den Erfolg verhindern. Die Verkaufszahlen seien – “freundlich ausgedrückt” – entsprechend bescheiden. Mit fortschreitender Entwicklung soll sich die Kurve zwischen Kosten, Komplexität und Nutzen zugunsten des neuen Marktes verschieben.

Su glaubt daran, dass sich die Technologie langfristig etabliert: “Es ist eine neue Kategorie von Erfahrung.” VR habe Nutzen weit über das Entertainment hinaus. Es seien Anwendungen möglich, die mit heutigen PCs oder Konsolen nicht darstellbar sind und die dem Anwender neue Perspektiven erlauben.

Dass AMD gegenüber Branchenriesen wie Intel und Nvidia eher die Joker-Rolle innehat, entmutigt die 47-Jährige nicht. Man sei zwar kleiner, dafür aber freier und innovativer.

Im VR-Bereich bastelt AMD – ähnlich wie Intel und Qualcomm – an einer autarken VR-Brille. Eigentlich hätte Sulon Q schon seit Herbst auf dem Markt sein sollen, zuletzt war es jedoch still um das Gerät. Ähnlich wie die Systeme der Mitbewerber dürfte die AMD-Hardware noch relativ weit von der Marktreife entfernt sein.

| Featured Image: AMD

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