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Apple arbeitet weiterhin an der Implementierung von Virtual Reality

von Tomislav Bezmalinovic4. Juli 2017

Anfang Juni bekannte sich Apple zum ersten Mal offiziell zu Virtual Reality. Neue Stellenausschreibungen legen nahe, dass das Unternehmen weiterhin bemüht ist, das Medium in das eigene App-Ökosystem zu integrieren.

Auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC kündigte Apple an, dass Macs ab Herbst Virtual Reality unterstützen werden. Das Unternehmen hatte fast ein Jahr eng mit Valve zusammengearbeitet, um MacOS mit SteamVR und HTC Vive kompatibel zu machen.

Hierfür wurde die Grafikschnittstelle Metal von Grund auf überarbeitet. Das Ergebnis dieser Bemühungen ist das für VR-Anwendungen optimierte Metal 2, das mit SteamVR, Unity und der Unreal Engine die wichtigsten Programme unterstützt, die für die Entwicklung von VR-Apps benötigt werden.

Für ausreichende Grafikleistung sorgen neue Mac-Modelle und eine externe Grafikkarte: Das 27-Zoll-Modell des iMacs kann neu mit einer Radeon RX580 ausgerüstet werden und ist damit VR-tauglich. Alternativ wird es die Grafikkarte auch als externe Lösung zu kaufen geben. Wer das nötige Kleingeld hat, greift gleich zum iMac Pro. Der Startpreis für das neue Flaggschiff liegt bei 4.999 US-Dollar.

VR-Kompatibilität von Final Cut Pro, neue Medienformate

Apples Vorstoß in die Virtual Reality richtet sich weniger an Spieler als an Entwickler und Kreative, die für die Entwicklung und Bearbeitung von VR-Inhalten Apple-Produkte nutzen möchten. Um sicherzustellen, dass die Programme ordnungsgemäß funktionieren, sucht Apple nach Software-Ingenieuren, die sich mit Virtual Reality auskennen.

Sucht man auf Apples Jobbörse nach Stellenausschreibungen, die das Wort “VR” enthalten, spuckt das System neun Suchergebnisse aus, von denen sieben in den letzten drei Wochen hinzugefügt wurden. Unter den Suchergebnissen finden sich zwei Ausschreibungen, die Virtual Reality explizit im Titel führen.

Gesucht wird nach einem “VR File Format Engineer” und einem “VR Pipeline Engineer”. Ersterer sollte Erfahrungen mit der Implementierung und dem Design von Medienformaten, sowie mit Virtual Reality und 360-Grad-Videos haben, letzterer mit 360-Video-Abspielsystemen.

Die neuen Fachkräfte werden vermutlich mit der Aufgabe betraut werden, Final Cut Pro VR-tauglich zu machen. Apple stellte in Aussicht, dass VR-Filmer demnächst halb- und vollsphärische Videos mit der Videoschnittsoftware bearbeiten können. Die Software-Ingenieure dürften des Weiteren proprietäre Abspielformate für entsprechende Inhalte entwickeln.

| Featured Image: Apple | Source: Road to VR

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