Ein Patent legt nahe, dass ein zukünftiges iPhone mit durchsichtigem Spezialdisplay gebaut werden könnte. Das klingt wie gemacht für Augmented Reality mit dem Smartphone.

Apple-Chef Tim Cook lässt kaum eine Gelegenheit aus, Augmented Reality als das nächste große Ding zu feiern. Unter anderem bezeichnete er die erweiterte Realität als “neue Kerntechnologie”, die in Zukunft zur iPhone-DNA gehört wie das Silizium.

Cooks Problem: Solange eine Augmented-Reality-Brille nicht nach Apple-Standards bei Nutzungskomfort und Design gebaut werden kann, bleibt diese Kerntechnologie vorerst im Smartphone stecken und muss da möglichst sinnvoll nutzbar gemacht werden.

Zwar gibt es Gerüchte, dass Apple schon 2019 eine Brille auf den Markt bringen könnte. Aber diese dürfte – sofern an den Gerüchten überhaupt etwas dran ist – wohl eher komplementär zum iPhone gedacht sein und dieses nicht ersetzen.

Apples Marketing-Manager Phil Schiller gibt dem Smartphone generell noch zehn bis 20 Jahre, bevor es durch ein anderes Gerät abgelöst werden könnte. Was die Apple Watch für das Handgelenk ist, könnten die Apple Goggles für die Sicht werden.

Wie sieht das perfekte AR-Smartphone aus?

Für den nächsten Zwischenschritt bei der Entwicklung fortschrittlicher Augmented Reality könnte daher das Smartphone Stück für Stück um Hardware-Funktionen ergänzt werden, die die erweiterte Realität technisch auf ein höheres Niveau bringen.

Apple hat diesen Prozess mit dem 3D-Sensor des iPhone X bereits gestartet. Im nächsten Apple-Flaggschiff könnte er sowohl auf der Vorder- als auch der Rückseite verbaut sein.

Ein neues Patent beschreibt ein flexibles OLED-Display mit Aussparungen, durch die man direkt durch das Smartphone auf die reale Welt hindurchschauen kann (siehe Bild). Apples aktuelle AR-Lösung geht noch den Umweg über die Smartphone-Kamera und streamt ein Livebild der Umgebung auf das Display, auf dem dann das digitale Element hinzugefügt wird.

Der obere Teil des OLED-Displays könnte transparent sein, sodass man direkt hindurch auf die Umgebung schauen kann. Bild: Patently Apple

Der obere Teil des OLED-Displays könnte transparent sein, sodass man direkt hindurch auf die Umgebung schauen kann. Bild: Patently Apple

Ein direkter Blick durchs Display auf die Umgebung könnte die digitalen AR-Projektionen womöglich authentischer erscheinen lassen und somit eine visuell überzeugendere erweiterte Realität erlauben. Allerdings müsste das durchsichtige AR-Fenster schon größer sein als das schmale Guckloch auf dem Bild im Patent, sonst würde man von den Projektionen nicht viel erkennen. Die iPhone-Kamera ist bei ARKit so oder so im Einsatz, da sich die Augmented-Reality-Software über sie im Raum orientiert.

| Featured Image: Apple

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