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Apple: Virtual Reality ist keine Nische

von Matthias Bastian27. Januar 2016

Google, Facebook, Amazon sowie zahlreiche große Elektronikkonzerne, alle sind sie schon aufgesprungen auf den immer schneller werdenden Virtual-Reality-Zug. Nur Apple schwieg – bisher.

Im Rahmen einer Telefonkonferenz mit Analysten äußerte sich Apple-Boss Tim Cook jetzt erstmals zum neuen Medium. Ein Analyst der Investmentbank Piper Jaffray bat Cook um ein Statement, ob Virtual Reality ein Nischenprodukt bleiben würde oder langfristig ein Produkt für den Massenmarkt werden könnte. Dazu sagte Cook: “Ich denke nicht, dass VR eine Nische ist. Ich glaube, VR ist richtig cool und hat interessante Anwendungsszenarien.”

Eine andere Antwort wäre auch überraschend gewesen, betrachtet man Appels strategische Investitionen in den letzten Monaten. Dabei wurde nicht nur hochkarätiges Personal aus dem Virtual- und Augmented-Reality-Bereich eingekauft, sondern auch zahlreiche Startups, die sich intensiv mit Teiltechnologien beschäftigen, die im Kontext des neuen Mediums relevant werden könnten.

Das Start-Up Faceshift aus Zürich arbeitet beispielsweise an einer Technologie, mit der reale Gesichtsausdrücke in Echtzeit auf virtuelle Avatare übertragen werden können. Vor Faceshift kaufte Apple bereits Polar Rose, ein schwedisches Unternehmen, das ebenfalls auf Gesichtserkennung spezialisiert ist, und PrimeSense aus Israel, die an neuen Technologien für das 3D-Tracking forschen. Das deutsche Unternehmen Metaio, das Mitte letzten Jahres akquiriert wurde, hat ausgewiesene Expertise und namhafte Kunden im Bereich Augmented Reality.

Erst vor wenigen Tagen heuerte der VR- und AR-Experte Doug Bowman bei Apple an. Bowman, bisher Professor für Computerwissenschaften an der Virgina Tech Universität, beschäftigt sich schon seit mehr als einer Dekade intensiv mit 3D-User-Interfaces. Er veröffentlichte unter anderem das Buch “3D User Interfaces: Theory and Practice”.

Außerdem tauchten in der Vergangenheit vereinzelt Patente auf, die deutlich machen, dass sich Apple sehr wohl intensiv mit der neuen Technologie beschäftigt und nicht plant, dem Wettbewerb das Feld zu überlassen. Das Unternehmen aus Cupertino wusste schon 1987 ganz genau, dass Datenbrillen und Hologramme die Zukunft der Medien sein würden.

| SOURCE: Techinsider
| FEATURED IMAGE: Mike Deerkoski, Flickr, Lizenziert nach CC BY 2.0