Microsoft gibt interessante Einblicke in die Entwicklung der Augmented-Reality-Brille Hololens. Das Säbelrasseln könnte auch dem Konkurrenten Magic Leap gelten.

Zwar gibt’s an Hololens einige signifikante Kritikpunkte. Aber eines kann man Microsofts AR-Brille sicher nicht vorwerfen: einen Mangel an Pioniergeist.

Wir erinnern uns: Hololens kam schon im März 2016 in den USA auf den Markt, im Herbst darauf folgte der internationale Marktstart. Zu diesem Zeitpunkt gab es weit und breit keine vergleichbare Technologie. Und gut zwei Jahre später hat sich daran kaum etwas geändert.

Erst Ende des Jahres, wenn Magic Leap mit der Lightwear-Brille auf den Markt drängt, kommt wieder Bewegung in Highend-Augmented-Reality. Wie gut Magic Leaps Erstlingsbrille wird, ist zwar noch ungewiss. Aber dass sie Microsofts viel älteres Modell übertrumpfen wird, scheint recht sicher. Zumindest wäre alles andere eine ziemliche Enttäuschung.

Derweil arbeitet Microsoft schon an einem Nachfolger für Hololens, der Magic Leaps Vision wieder übertrumpfen soll. Microsofts Mixed-Reality-Chef Alex Kipman verriet bereits, dass Hololens 2 weiter den Highend-Markt im Fokus hat samt entsprechendem Premiumpreis.

Die Technologie müsse erst besser werden, bevor sie günstiger werden könne, so Kipman. Eine Veröffentlichung von Hololens 2 ist laut ersten Gerüchten frühestens für 2019 angesetzt.

Augmented Reality: Microsoft zeigt frühe Hololens-Prototypen

Roy Riccomini war der erste Produktdesigner, der an Hololens arbeitete. Seinerzeit wurde ihm das Projekt vorgestellt als “das schwierigste mechanische Problem aller Zeiten”. Eine Erfindung, die so komplex sei wie die Entwicklung von Anti-Schwerkraft-Stiefeln.

Microsoft betont, dass die Forschung und Entwicklung für Hololens alles andere als “trivial” gewesen sei. Alleine der Hololens-Technologiechef Michael Nikhoo habe mehr als 100 Patente unter seinem Namen veröffentlicht.

Ähnlich wie Magic Leap durchlief Hololens verschiedene Entwicklungsstufen mit zunehmender Miniaturisierung und höherem Tragekomfort. “Eine AR-Brille aufzusetzen, wirkt sehr abschreckend”, erklärt Riccomini.

Microsofts Hololens-Team zeigt einige der Prototypen. Bild: Microsoft

Microsofts Hololens-Team zeigt einige der Prototypen. Bild: Microsoft

Microsofts AR-Team hätte zwar zahlreiche Durchbrüche erzielt, so Riccomini, aber die erste Hardware sei hässlich gewesen und hätte ein Stromkabel benötigt. “Wir mussten daraus ein Produkt machen, das man verkaufen kann”, sagt Riccomini.

Microsofts vollständige Hololens-Geschichte kann man hier nachlesen (englisch).

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