Chirurgen und andere Krankenhausärzte sollen mit Magic Leaps AR-Brille medizinische Daten in 3D und räumlich visualisieren.

Das deutsche Unternehmen Brainlab mit Sitz in München kündigt eine Partnerschaft mit dem Augmented-Reality-Brillenhersteller Magic Leap an. Brainlab ist spezialisiert auf Hardware und Softwaresysteme für das bildgesteuerte Operieren sowie die Strahlentherapie und zählt sich in dieser Nische zu den weltweiten Technologieführern. Der Jahresumsatz soll bei rund 260 Millionen Euro liegen, die Haupteinnahmequelle ist laut Wikipedia ein softwarebasiertes Navigationssystem für die Gehirnchirurgie.

Brainlab wird laut eigenen Angaben “eine Version von Magic Leaps Technologieplattform” exklusiv an Kliniken und Chirurgen vermarkten. Das Unternehmen will die eigene Software für das Datenmanagement und die Visualisierung mit Magic Leaps Raumdarstellung kombinieren.

Die Plattform ist offen für Drittentwickler mit Anwendungen für Chirurgie, Strahlentherapie und weitere Behandlungsverfahren. Ziel ist es, die 3D-Visualisierung in die Arbeitsprozesse der Kliniken und Ärzte zu integrieren.

“Mit Mixed Reality und maschinellem Lernen bereiten wir Vitalparameter so für Ärzte auf, dass sie ihre Behandlung für jeden einzelnen Patienten justieren können”, sagt Brainlab-Gründer Stefan Vilsmeier.

Die erste Mixed-Reality-Anwendung ist für die Simulation und Planung von Eingriffen in einer Büroumgebung geplant. Weitere Anwendungen sind für den Operationsraum, den Strahlentherapieraum, die Intensivstation und den Röntgenraum in Entwicklung.

“Unsere Kooperation kann Ärzten helfen, die Qualität von interventionellen Behandlungen zu verbessern”, sagt Magic-Leap-Gründer Rony Abovitz.

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