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ARCore: Google veröffentlicht neue AR-Features für Android

von Tomislav Bezmalinovic29. August 2017

Google antwortet auf Apples ARKit und veröffentlicht mit “ARCore” neue AR- Features und eine Entwicklungsumgebung für Android-Smartphones.

Googles Bemühungen im Bereich der Augmented Reality konzentrierten sich bisher auf die mobile AR-Plattform Tango, die spezielle Sensoren voraussetzt. Da die Implementierung dieser Sensoren einen Mehraufwand für die Hersteller bedeutet und die Preise für das Smartphone in die Höhe treibt, gibt es jedoch gerade einmal zwei Geräte am Markt, die die notwendige Sensorik verbaut haben. Das Ergebnis: Tango bleibt in der Nische hängen und Entwickler zögern bei der Programmierung sinnvoller Apps.

Mit dem ARKit kündigte Apple Anfang Juni eine AR-Entwicklungsplattform für iOS-Geräte an, die lediglich die bereits vorhandene Smartphone- oder Tabletkamera voraussetzt. Obwohl dieses Verfahren rein softwarebasiert ist und deshalb nicht so präzise arbeitet wie Tango und weniger Funktionen bietet, könnte Apple mit diesem Schritt auf einen Schlag einen großen Markt erschließen und den Markt für mobile Augmented Reality für sich vereinnahmen.

Unterstützung von 100 Millionen Geräten bis Ende des Jahres

Nun zieht Google nach und bringt eine AR-Entwicklungsumgebung für Android an den Start, die auf Tango basiert, aber wie das ARKit keine Spezialhardware benötigt. “Heute kündigen wir eine Vorschau auf etwas an, das wir ‘ARCore’ nennen”, sagt Googles VR- und AR-Chef Clay Bavor gegenüber UploadVR. “Ein SDK, mit dem Entwickler AR-Erfahrungen für Android-Smartphones kreieren können. Es handelt sich um eine reine Software-Lösung. Wir bringen also viele der Qualitäten von Tango auf eine große Zahl von AR-Geräten.”

ARCore ist ab sofort für Googles Pixel-Smartphones (mit der Android-Version Oreo) und das Samsung Galaxy S8 (ab der Android-Version Nougat) erhältlich. Laut Google soll ARCore bis Ende des Jahres 100 Millionen Geräte unterstützen, darunter weitere Smartphones von Samsung, sowie Geräte von LG, Huawei und Asus.

Die Entwicklungsumgebung läuft von Haus aus auf der Grundlage von Java, OpenGL, Unity und Unreal. ARCore kann sich wie das ARKit mittels der Smartphone-Kamera und der in Smartphones fest verbauten IMU-Sensoreinheit im Raum orientieren, Oberflächen erkennen, digitale Objekte stabil im Raum verankern und laut Google sogar Lichtverhältnisse analysieren, um die digitalen Einblendungen so auszuleuchten, dass sie in die Umgebung passen. Zwei Videos (siehe unten) führen die Fähigkeiten der Software vor.

Entwickler können das SDK ab sofort auf der offiziellen Internetseite herunterladen.

| Featured Image: Google | Source: Upload VR

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