Mit dem ARCore bietet Google das Android-Gegenstück zu Apples ARKit, kämpft jedoch mit einer größeren Fragmentierung bei den Smartphones. Dennoch sollen nach den ersten Monaten 100 Millionen kompatible Mobilgeräte am Markt sein.

Während Apples ARKit problemlos auf jedem iPhone ab dem 6s laufen soll, ist ARCore derzeit nur mit zwei Geräten kompatibel: Dem Galaxy S8, das noch dazu Virtual Reality mit Daydream und Gear VR beherrscht, sowie Googles hauseigenem Pixel-Gerät.

Doch die Liste an kompatiblen Endgeräten dürfte schnell wachsen: Googles Schmalspurersatz für die fortschrittlichere Tango-Technologie ist nicht mehr auf zusätzliche Sensoren angewiesen, sondern läuft prinzipiell auf jedem Smartphone mit Android 7.1, einer hochauflösenden Kamera und einem leistungsfähigen Prozessor.

Schon in den kommenden Monaten soll das Portfolio an kompatiblen Smartphones auf 100 Millionen Geräte ausgebaut werden. Sicherlich werden sämtliche neuen Android-Smartphones von Highend bis zur Mittelklasse das AR-Feature unterstützen.

Auf vielen älteren, leistungsfähigen Geräten wie dem Galaxy S7 oder S6, die noch auf die neueste Android-Software aktualisiert werden, dürfte der ARCore rückwirkend laufen.

ARCore und ARKit sind sich sehr ähnlich

Googles 100-Millionen-Hausmarke ist zwar ordentlich, dürfte aber deutlich hinter der Reichweite von Apples ARKit zurückliegen. Schätzungen zufolge sind bis zu 380 Millionen iPhones mit dem ARKit kompatibel, wenn die Software im Herbst ausrollt.

App-Entwickler wird es freuen, dass es zwischen den beiden rein softwarebasierten Augmented-Reality-Lösungen technisch nur geringe Unterschiede gibt. Das sollte Portierungen zwischen dem Android- und iOS-Ökosystem erleichtern und die Entwicklung von Augmented-Reality-Apps insgesamt begünstigen.

Den durchschnittlichen Nutzer wird es ohnehin nicht interessieren, ob eine Augmented-Reality-Funktion mit dem ARKit, ARCore, Tango oder direkt im Snapchat- oder Facebook-Messenger läuft. Im Gegenteil: Wahrscheinlich wird nicht einmal die Augmented Reality an sich ein relevanter Verkaufsfaktor für Smartphone-Apps.

Die größte Herausforderung für Entwickler wird es sein, sinnvolle Anwendungsszenarien für Smartphone-AR zu finden, die mit den aktuell technisch begrenzten Fähigkeiten von ARKit und ARCore umsetzbar und mehr als reine Spielerei sind.

| Featured Image: Google | Source: Venturebeat / Matt Miesnieks bei Medium

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