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ARKit: Diese Vermess-App soll bei der Renovierung helfen

von Matthias Bastian18. September 2017

Mit der ARKit- und ARCore-App Survey soll man seine Renovierungspläne allein mit dem Smartphone ausmessen können. Die Anwendung erstellt nach der Messung automatisiert einen Raumplan.

Erinnert sich noch jemand an die ersten Killer-Apps für das Smartphone – vom mobilen Internet einmal abgesehen? Einfache Anwendungen wie die digitale Wasserwaage und Taschenlampe ersetzten die entsprechenden analogen Werkzeuge und entlockten selbst dem größten Techmuffel ein “Oh, wie praktisch, das könnte ich auch gebrauchen”.

Für Augmented Reality mit dem Smartphone könnten virtuelle Lineale diese Killer-App aus der Werkzeugkiste sein. Mit ihnen lassen sich Distanzen und somit Räume vermessen und automatisiert Quadratmeterzahlen errechnen, bevor man loszieht und Farbe oder Möbel kauft.

Ikeas neue Möblierungsanwendung für ARKit vermisst ebenfalls den Raum, bevor sie Einrichtungsgegenstände an Ort und Stelle projiziert, damit die digitalen und die realen Größenverhältnisse übereinstimmen. Ohne diese Funktion gäbe es sonst die ein oder andere fiese Überraschung nach dem Kauf.

Wie präzise muss die Messung sein?

YouTube quillt schon jetzt über mit Lineal-Demos diverser Entwickler. Eine weitere AR-App, die präzise Raumvermessung verspricht, heißt Survey.

Die Anwendung ist denkbar einfach: Man richtet das Smartphone oder das Tablet auf den Startpunkt der Messung und tippt einmal auf den Screen. Dann zieht man eine gerade Linie bis zur nächsten Raumecke und markiert den nächsten Messpunkt.

Hat man das für alle Ecken eines Raumes gemacht, kann daraus die Quadratmeterzahl errechnet und ein Raumplan generiert werden. Im nächsten Schritt könnten Anbieter von Möbeln, Bädern, Küchen oder generell Inneneinrichtung zum Raumplan passende Einrichtungsvorschläge unterbreiten.

Ob sich solche digitalen Lineale im Alltag durchsetzen, wird von ihrer Genauigkeit und Verlässlichkeit abhängen. Google demonstrierte schon vor geraumer Zeit eine Messapp für Google Tango, die dank fortschrittlicher Hardware-Sensoren theoretisch präziser arbeiten sollte als es die visuellen Schätzverfahren bei ARKit und ARCore hergeben. Dennoch war die Nutzung im Alltag fummeliger und unpräziser als einfach ein Maßband herauszuholen.

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