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Audiosurf: Virtual-Reality-Version für HTC Vive

von Matthias Bastian1. März 2016
Tron wäre verdammt neidisch auf Audioshield.

Das Rhythmus-Spiel “Audiosurf” gibt es in verschiedenen Versionen bereits seit 2008. Die Virtual-Reality-Adaption des Titels heißt “Audioshield” und ist ab April für HTC Vive verfügbar.

Im Gegensatz zu anderen Musikspielen kommt der Titel nicht mit vorgefertigten Tracks, sondern der Spieler kann seine eigenen Lieblingssongs in das Spiel integrieren. Mittels eines Algorithmus wird der Song analysiert und basierend auf den Ergebnissen ein Rhythmusmuster entwickelt, bei dem der Spieler anschließend sein Taktgefühl unter Beweis stellen kann. Im Gegensatz zu früheren Versionen von Audiosurf verlangt Audioshield richtigen Körpereinsatz.

Denn anstatt mit Gamepad oder Maus nur vor dem Bildschirm zu sitzen, steht man bei Audioshield mitten in einer virtuellen Umgebung, in der die Melodien und Rhythmen aus dem Himmel fallen. Mit einem blauen oder einem roten Schild müssen die farblich dazu passenden Noten berührt werden, damit der Song weiterläuft und ordentlich groovt. Violette Noten müssen mit beiden Schildern gleichzeitig getroffen werden und bei intensiven Schlagzeugpassagen führt man die Arme über Kreuz, ähnlich wie beim echten Schlagzeugspiel. Die Abfolge und Geschwindigkeit der Noten passt sich dabei an die Dynamik des Songs an. Wie man im Video gut erkennen kann, muss sich der Spieler passend im Rhythmus der Musik bewegen, um wirklich alle Töne mit dem optimalen Timing zu treffen.

Ziel der VR-Version von Audisurf ist es, Musik nicht nur zu visualisieren, sondern den Rhythmus wirklich fühlbar zu machen. Umso besser und aktiver man sich in dem virtuellen Tanzstudio bewegt, desto mehr Punkte gibt es am Ende auch. Gefilmt wurde das Mixed-Reality-Video mit einer PS3-Kamera (geringe Latenz, hohe Framerate) vor einem Greenscreen. Die Videoaufnahmen wurden direkt in die Engine gestreamt, wo dann der grüne Hintergrund mit der Spielumgebung ausgtauscht und ein Silhouetten-Effekt hinzugefügt wurde. Dadurch wirkt es so, als würde der Spieler tatsächlich in der virtuellen Umgebung stehen.

HTC Vive ist ab sofort vorbestellbar. Die ersten Besteller bekommen die VR-Brille ab Anfang April ausgeliefert, wer jetzt erst ordert muss schon bis Mai warten. Eine Liste der zum Launch verfügbaren Spiele und Apps gibt es bei Steam. Kostenlos im Lieferumfang sind “Job Simulator”, Googles Mal- und Zeichnen-App “Tilt Brush” sowie das Puzzlespiel “Fantasic Contraption”. Der Preis der VR-Brille liegt inklusive Porto bei rund 950 Euro.

| FEATURED IMAGE: Audioshield