Blippar gehört zu den bestfinanzierten Computer-Vision-Unternehmen. Nun kommen weitere 37 Millionen US-Dollar hinzu.

Die neueste Investitionsrunde wird von Candy Ventures und Qualcomm Ventures angeführt. Qualcomm investierte bereits 2015 45 Millionen US-Dollar in Blippar. Insgesamt konnte sich das Unternehmen bislang 137 Millionen US-Dollar sichern.

Blippars AR-App (Android/iOS) erkennt Objekte mittels maschinellem Sehen und einer Datenbank bereits analysierter Gegenstände. Die App lernt mit jedem Versuch hinzu, sodass die Datenbank mit jedem erkannten Objekt wächst. Dadurch wiederum arbeiten die Algorithmen genauer. Das längerfristige Ziel des Unternehmens ist, einen visuellen Katalog für jedes Objekt in der Welt zu erstellen und damit eine “Blipparsphäre” zu erschaffen.

Im Herbst 2017 erschien die Navigations-App ARCity für iOS. Deren Positionserkennung soll genauer als GPS arbeiten und digitale Elemente passgenau über die Welt legen. Sie kann dreidimensionale Richtungsanweisungen einblenden, sodass Nutzer mit einem Blick erkennen können, in welche Straße sie einbiegen müssen. Andererseits zeigt sie Namen von Straßen und Gebäuden oder Standorte von Interesse an, die sich in unmittelbarer Nähe befinden.

Hohe Verluste

Das neueste Produkt des Unternehmens ist eine AR-Indoor-Navigation für den Einzelhandel, Flughäfen und Stadien mit dem Namen Blippar Visual Positioning System. Google arbeitet an ähnlichen Lösungen.

Einem Bericht des Business Insider zufolge hat Blippar in den vergangenen Jahren tiefrote Zahlen geschrieben: 2016 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 11,2 Millionen US-Dollar, demgegenüber stehen Verluste von 31,5 Millionen US-Dollar. Die neuerliche Investition dient somit der finanziellen Absicherung des Unternehmens. Laut eigenen Angaben will Blippar in den nächsten zwölf Monaten erste Gewinne machen.

| Featured Image: | Source: Techcrunch

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