“CastAR” soll die erste Augmented-Reality-Brille für Gamer werden. Nun investiert das gleichnamige Unternehmen in seine Softwareabteilung und übernimmt eine bedeutende Zahl von Angestellten des im Mai geschlossenen Spielestudios “Avalanche Software”.

Avalanche Software entwickelte die auf dem Toys-to-Life-Konzept basierende Spieleserie “Disney Infinity”. Deren offene Spielewelt konnte per separat erhältlichen physischen Spielzeugfiguren und weiterem Zubehör um spielbare Charaktere und Szenarien aus dem Disney-Universum erweitert werden.

Nachdem der dritte Ableger von Disney Infinity nicht den erwünschten Erfolg brachte, kündigte Disney im Mai dieses Jahres an, keine weiteren Fortsetzungen mehr zu entwickeln und die Online- und Community-Dienste des Spiels einzustellen. Das bedeutete auch das Ende für Avalanche Software.

Nun wurde ein bedeutender Teil der in Salt Lake City ansässigen Entwickler von CastAR übernommen und vor Ort ein neues Studio gegründet. Das Studio werde Mixed-Reality-Spiele für die hauseigene AR-Brille entwickeln, heißt es in der Pressemitteilung. CastAR habe sich zu diesem Schritt entschieden, weil das ehemalige Disney Infinity Team es verstehe, die physische mit der virtuellen Welt zu verbinden und damit eine einzigartige Erfahrung zu schaffen. Laut eigenen Aussagen wächst die Softwareabteilung des Unternehmens damit um mehr als die Hälfte an. Da der Erfolg einer Hardware letzten Endes von der Software abhängt, die für sie erhältlich ist, könnte CastAR das Geld sinnvoll investiert haben.

Das Sichtfeld von CastAR soll mit etwa 70 Grad bedeutend größer sein als jenes von Hololens. Externe Zuspielgeräte werden nicht benötigt. Die AR-Brille soll Ende 2017 erscheinen und so viel kosten wie eine Spielekonsole.

| Featured Image: Disney

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