Bild: Konzeptbild einer Oculus-Superbrille / Oculus

Facebooks Augmented-Reality-Chef Ficus Kirkpatrick spricht über den Stand der Technologie, Facebooks Fortschritte und den massiven Hype.

“Wir müssen Produkte entwickeln, die für die Menschen nützlich und interessant sind und nicht nur Techdemos zeigen”, sagt Kirkpatrick, angesprochen auf den Hype, den Unternehmen wie Magic Leap auslösen.

“Inspiration ist notwendig, aber es muss eine Balance geben mit Anwendungen, die man wirklich gebrauchen kann.”

Über Smartphone-AR äußert sich Kirkpatrick kritisch: “Es gibt nur wenige Anwendungsszenarien im Vergleich zu all den Sachen, die man mit einer AR-Brille machen könnte.”

Ready Player One ist keine Zukunftsvision

“Natürlich arbeiten wir an einer AR-Brille”, bestätigt Kirkpatrick auf Nachfrage. “Aber die Brillen, von denen wir träumen, die sind noch sehr weit weg. […] Wir haben ein sehr talentiertes Team, das hoffentlich maßgeblich zur Zukunft der Technologie beiträgt.”

Schon auf der Oculus Connect 5 verriet Michael Abrash, oberster Forscher in Facebooks Realitätslabor, dass seine Abteilung an Spezialdisplays für AR-Brillen forscht. Diese Spezialdisplays könnten dann auch für VR-Brillen verwendet werden. Ein Durchbruch bei der Display- und Linsentechnologie ist notwendig, erst dann kann eine Zukunftsbrille gebaut werden, die für viele Menschen interessant sein könnte.

Anders als Abrash sieht Kirkpatrick keine Zukunft für Brillen, die AR und VR in einem Gerät vereinen.

Die beiden Technologien würden wahrscheinlich auf Software-Ebene miteinander verschmelzen. VR sei eher für den Heimgebrauch gedacht, AR für unterwegs.

“Wir werden so ähnlich leben wie heute. Daheim nutzt man VR, um dem Alltag zu entkommen oder sich irgendwohin zu teleportieren. Unterwegs braucht man seine Apps und die Möglichkeit, sich mit Menschen zu verbinden. So denken wir über AR.”

Und weiter: “Ich glaube nicht, dass es so wird wie in Ready Player One, wo jeder die ganze Zeit in VR abhängt”, sagt Kirkpatrick.

AR-Cloud als offener Standard

In Sachen Augmented-Reality-Cloud plädiert Kirkpatrick für Offenheit: “Es wäre gut, wenn wir langfristig einen offenen Standard erreichen. […] Es wäre nicht so toll, wenn wir eine Ikea-Karte und eine Facebook-Karte der Welt hätten.”

Er sieht noch eine Hürde bei der Generierung der Cloud: “Aus der AR-Cloud wird nichts, solange niemand eine Anwendung entwickelt, die die Menschen dazu bringt, herumzulaufen und die Welt einzuscannen.”

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