Update vom 6. April 2018:

Facebook beschreibt die neue Funktion im offiziellen Entwicklerblog detailliert und veröffentlicht ein neues Demovideo der Ready-Player-One-Anwendung (siehe unten). Das Unternehmen verspricht, dass Poster sehr einfach um ein AR-Element ergänzt werden können. Zielgruppe sind Unternehmen und Künstler.

Facebook bezeichnet die eingesetzte Technologie als “dauerhafte Augemented Reality”, da ein digitales Element fix mit einem spezifischen realen Objekt oder einem Ort verknüpft werden kann. Die AR-Funktion ist kompatibel mit dem iPhone 5s aufwärts und mit Android-Smartphones ab 2012 und wird durch die Facebook-Kamera gestartet. Es sei wichtig, dass möglichst viele Menschen Zugriff auf AR hätten.

Ursprünglicher Artikel vom 11. März 2018:

Facebooks Kameraeffekte-Plattform nutzt jetzt externe Marker, um 3D-Objekte in die echte Welt zu projizieren. Facebook testet das mit Filmplakaten.

Facebook will die Smartphone-Kamera zur ersten großen Augmented-Reality-Plattform machen. Bislang standen bei diesem Versuch digitale Gesichtsmasken für kreative Selfies im Fokus. Nur vereinzelt bietet die Facebook-Kamera Effekte oder Objekte, die in die reale Umgebung projiziert werden können, ähnlich Apples ARKit oder Googles ARCore.

Jetzt integriert Facebook eine neue Funktion: Das Unternehmen bindet Augmented-Reality-Effekte an externe Marker. Scannt man so einen Marker, erscheint in der Nähe eine AR-Einblendung.

Facebook testet das gerade an Kinoplakaten: Richtet man die Kamera auf ein Ready-Player-One-Motiv, öffnet sich ein digitales Fenster mit Blick auf die virtuelle Zwischenwelt Oasis. Dafür braucht es kein reales Kinoplakat, die digitale Version am Monitor reicht aus. Das sieht dann so aus:

Für den Disney-Film “The Wrinkle in Time” setzt Facbeook ebenfalls eine Augmented-Reality-Promo um:

Das Marker-Tracking wird derzeit in einem Beta-Test erprobt und soll ab April allen Entwicklern zugänglich gemacht werden. Informationen zur Camera-Effects-Entwicklungsumgebung stehen hier.

“Wir müssen sehr gut in AR werden, um in zehn Jahren noch relevant zu sein”

Nun ist Marker-Tracking eigentlich ein alter Hut und keine Innovation. Aus technischer Sicht ist die markerlose Positionierung von digitalen Grafiken in der Realität viel anspruchsvoller. Facebook wird jedoch nicht müde zu betonen, dass solche Gimmicks nur der Anfang einer viel größeren Geschichte sein sollen.

“Man sollte nicht denken, dass es hier nur um Weltraumkatzenmasken geht”, sagt Facebooks Joaquin Candela, der die Abteilung für maschinelles Lernen leitet. Eine konkrete Vorstellung davon, wie die Killer-AR-App aussehen könnte, hat er aber nicht. “Ich denke, mit unserer Technologie werden Sachen möglich sein, über die wir heute noch gar nicht nachdenken.”

Auch der Facebook-Kamera-Produktmanager Matthew Simari geht davon aus, dass Augmented Reality Bestandteil des Alltags wird: “Wir glauben, dass AR zukünftig allgegenwärtig ist, wie eine digitale Ebene über der Realität, die man durch Geräte aktiviert” , sagt er gegenüber Techcrunch. Heute seien diese Geräte noch Smartphones, morgen Brillen.

Laut Facebooks Technikchef Mike Schroepfer gehört Augmented Reality neben Virtual Reality und Künstlicher Intelligenz zu den Top-3-Prioritäten des sozialen Netzwerks. “Wenn wir in zehn oder 20 Jahren noch relevant sein wollen, müssen wir in Augmented Reality richtig gut werden”, sagt Schroepfer.

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