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Augmented Reality: Hololens-App soll Tennistraining optimieren

von Matthias Bastian19. November 2017

Mit der Zukunftsbrille den Tennisschläger schwingen: Der “Tennis Activity Tracker” für Hololens zeigt, wie Menschen gemeinsam mit Augmented Reality lernen und trainieren können.

Die App ersetzt physische Trainingsobjekte durch digitale Zielscheiben. Anstatt Hütchen auf dem Spielfeld zu verteilen und händisch die Treffer zu zählen, platziert der Tennistrainer mit Hololens virtuelle Ziele auf dem Platz.

Der Schüler sieht diese Ziele durch seine eigene Hololens-Brille und visiert sie mit dem realen Tennisball an. Zusätzlich sind die digitalen Zielscheiben mit einem Analysesystem verbunden: Die App zeichnet auf, wie gut der Schüler welche Ziele trifft und stellt die Daten dem Trainer zur Trainingssteuerung zur Verfügung.

Derzeit beschränkt sich die Datenerhebung auf die Trefferquote. In Zukunft sollen mehr Sensoren integriert werden, die zum Beispiel die Schlagbewegung des Schülers auswerten.

Interessantes Konzept, das auf bessere AR-Brillen wartet

Laut dem Entwickler konnten Coach und Schüler Microsofts Hololens bei einem vollwertigen Training problemlos 90 Minuten auf dem Kopf tragen. Zwar stimmt es, dass Hololens durchaus handlich und vergleichsweise bequem ist, für intensive sportliche Aktivitäten ist das Gerät dennoch nicht gemacht.

Auch das Display von Hololens ist nicht optimal für Zielübungen geeignet, da es nur eine Fokusebene bietet und Tiefenschärfe nicht richtig darstellt. Der Schüler optimiert seine Augen-Hand-Koordination so womöglich auf ein im Vergleich zum realen Match falsches visuelles Szenario. Für den Hobbysportler mag das keine Rolle spielen, im Spitzensport dürften solche Abweichungen eher unerwünscht sein. Neue Darstellungsverfahren wie Lichtfeld-Displays könnten langfristig Abhilfe schaffen.

| Featured Image: Off-Season Sports (Screenshot bei YouTube)

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