Update vom 7. März 2018:

Die Webseite Techcrunch meldet Magic Leaps Millionen-Deal mit Saudi-Arabien als offiziell bestätigt. 400 Millionen US-Dollar sollen demnach aus einem staatlichen Investmentfond aufs Konto des AR-Brillenherstellers fließen.

Weitere 61 Millionen US-Dollar kommen von “neuen Investoren”, die nicht namentlich genannt werden. Bekannt ist, dass der deutsche Medienkonzern Axel Springer dazu gehört.

In einem offiziellen Statement bedankt sich Magic-Leap-Gründer Rony Abovitz für die finanzielle Unterstützung. Er freue sich darauf, gemeinsam mit den zahlreichen Partnern eine “unglaubliche Zukunft” zu schaffen.

Ursprünglicher Artikel vom 24. Februar 2018:

Augmented Reality: Magic Leap plant neuen Millionen-Deal mit Scheichs

Eine richtig gute Augmented-Reality-Brillen zu bauen, ist offenbar ziemlich teuer: Ein neuer Millionen-Deal soll Magic Leaps Kapital über die Zwei-Milliarden-Grenze hieven.

Die Wirtschaftsseite Financial Times meldet, dass Magic Leap noch mehr Kapital einsammeln möchte. Der Investor soll der Wüstenstaat Saudi-Arabien sein. 400 Millionen US-Dollar sollen aus einem staatlichen Investmentfond (PIF – Public Investment Fund) an das Augmented-Reality-Unternehmen aus Florida fließen. Die Verhandlungen laufen und könnten noch scheitern.

Das 2010 gegründete Unternehmen hätte somit seit seiner Entstehung vor rund acht Jahren circa 2,3 Milliarden US-Dollar eingesammelt – ohne auch nur ein Produkt auf den Markt zu bringen. Bilder der Erstlingsbrille Magic Leap One wurden erstmals im Dezember 2017 gezeigt. Eine Entwicklerversion samt Software ist für 2018 fest versprochen.

Erweiterung der vierten Finanzierungsrunde

Die 400 Millionen US-Dollar der Scheichs sollen laut der Financial Times eine Erweiterung der vierten Finanzierungsrunde über 502 Millionen US-Dollar aus dem Oktober 2017 sein. Angeführt wurde diese von Temasek, einem Risikokapitalgeber aus Singapur. Die beiden größten Anteilseigner – Google und Alibaba – schossen ebenfalls frisches Kapital bei.

Der Unternehmensschätzwert von Magic Leap lag damals wie heute bei circa sechs Milliarden US-Dollar. Er ist bei den Verhandlungen mit Investoren ausschlaggebend für die Anteilsverteilung anhand der Einlage.

Ebenfalls Teil der Erweiterung der vierten Finanzierungsrunde könnte die Investition von Axel Springer sein. Der Medienkonzern nannte weiter keine Details zur Höhe der Beteiligung und zu den Rahmenbedingungen.

Es ist die große Wette

Fließt das Geld wie geplant, dann wäre Magic Leaps vierte Finanzierungsrunde mit fast einer Milliarde US-Dollar die bislang größte der Firmengeschichte. Begründet werden diese hohen Summen mit massiven Aufwänden bei Forschung und Entwicklung, die insbesondere beim Personal sichtbar werden: Das Unternehmen beschäftigt bis zu 1.500 Mitarbeiter an acht Standorten.

Die Investitionen sollen sich erst zu einem späteren Zeitpunkt bezahlt machen, dafür dann umso mehr: Die AR-Brille soll eines Tages so populär sein wie das iPhone im Smartphone-Markt und andere Computer vom Markt verdrängen.

Weiterlesen über Magic Leap:


Tagesaktuelle und redaktionell ausgewählte Tech- und VR-Deals: Zur Übersicht
VRODO-Podcast #103: Magic Leap Sichtfeld, Pico G2 und Santa Cruz Ports | Alle Folgen anhören


Unsere Artikel enthalten vereinzelt sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über einen dieser Links erhalten wir eine kleine Provision. Der Kaufpreis bleibt gleich.