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Augmented Reality: Microsofts Diätbrille verhindert Übergewicht

von Matthias Bastian13. Mai 2017

Augmented Reality hat im Alltag viele mögliche Einsatzszenarien. Eines davon verbietet euch den Nachtisch.

Microsoft wurde in einem neuen Patent eine Technologie für eine Augmented-Reality-Brille genehmigt, die erkennt, wenn sich der Brillenträger übermäßig vollstopft.

Laut dem Patent hat die Brille eine Reihe von Sensoren integriert oder ergänzend angeschlossen, die Nahrung im Sichtfeld des Brillenträgers identifizieren kann. Die Nährwerte werden aus einer Datenbank des Restaurants, des Herstellers oder aus einer anderen Quelle ermittelt.

Abhängig von den Aktionen des Nutzers kann die Brille feststellen, ob und wie viel der Brillenträger von der Nahrung zu sich genommen hat. Beispielsweise könnten Kameras erfassen, wie viel Flüssigkeit aus dem Glas Limonade verschwunden ist oder wie viele Pommes vom Teller genommen wurden. Mikros könnten Kaugeräusche aufnehmen und so sicherstellen, dass tatsächlich gegessen und nicht nur geguckt wurde.

Krankhafte Kontrolle oder sinnvolle Hilfestellung?

In Kombination mit Körper- und Fitnessdaten könnte die Brille den benötigten Kalorienbedarf pro Tag berechnen und warnen, wenn man diesen überschreitet. Auf Basis der Nährwerte könnten sogar die verspeisten Makro- und Mikronährstoffe aufgeschlüsselt werden.

Microsoft hat außerdem ein Social-Feature vorgesehen, bei dem sich Freunde gegenseitig Nährwerte oder Restaurantbewertungen zusenden können.

Was im ersten Moment nach einer krankhaften Kontrolle und Überwachung klingt, könnte in der Tat vielen Menschen dabei helfen, sich auf einfache Art gesünder zu ernähren. Da immer mehr Krankheiten auf falsche Ernährung und Übergewicht zurückzuführen sind, könnten solche Systeme eine probate technische Lösung anbieten.

Da tragbare Fitnesstechnologie im Kommen ist, scheint ein Erfolg der Diätbrille gut möglich; vorausgesetzt, dass Augmented-Reality-Brillen eines Tages den schlanken Form- und Coolnesfaktor einer herkömmlichen Sonnenbrille bieten.

Wenn die Menschen dann noch zusätzlich mit der VR-Brille auf dem Kopf durch die Wohnung toben, anstatt sich auf dem Sofa zu pflegeln, könnten zusätzliche Pfunde in Zukunft kräftig schmelzen oder gar nicht erst entstehen.

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