Titelbild: Screenshot Webseite Mojo Vision

Aus dem Nichts taucht das sehr gut finanzierte Augmented-Reality-Startup “Mojo Vision” auf. Zur Technologie ist noch nichts bekannt, aber zur Vision: Menschen sollen nicht mehr dauern auf das Smartphone schauen.

Das bereits 2015 gegründete Augmented-Reality-Startup Mojo Vision operierte in den vergangenen drei Jahre im Verborgenen. Die Mission: Menschen sollen nicht mehr dauernd auf ihr Smartphone schauen. Die Lösung: Unsichtbare Augmented-Reality-Technologie.

Bis zu 46 Mal am Tag würde ein durchschnittlicher US-Bürger sein Smartphone checken, rund 20 Minuten brauche es, bis er anschließend seine Aufmerksamkeit wieder vollständig auf die Arbeit oder einen anderen Menschen lenken könne.

“Die Menschen wollen, dass die Technologie Informationen schneller und bequemer liefert, aber in vielen Fällen hat sich die Skala in die andere Richtung geneigt”, sagt Drew Perkins, CEO von Mojo Vision. “Der permanente, sofortige Zugriff auf Informationen, kann uns von wichtigen Teilen unseres Lebens ablenken. Gerade die Technologie, die zur Verbesserung der Kommunikation entwickelt wurde, ist heute oft ein Hindernis für grundlegende persönliche Verbindungen.”

Beim “Invisible Computing” – diesen Begriff will Mojo Vision prägen – gehe es um einen schnelleren und natürlicheren Zugang zu Informationen, ohne dass Telefone, Tablets oder andere Geräte im Weg seien: “In der Welt des ‘Invisible Computing’ werden wir uns auf die Menschen um uns herum konzentrieren können, ohne die Unterbrechungen heutiger Bildschirme.”

50 Millionen US-Dollar Startkapital seit 2015

Seit der Gründung 2015 sammelte Mojo Vision 50 Millionen US-Dollar ein. Auf der Investorenliste stehen ausschließlich Risikokapitalgeber, darunter Khosla Ventures, NEA, Shanda Group, Fusion Fund, Liberty Global Ventures, 8VC, Dolby Family Ventures, AME Cloud Ventures und Open Field Capital.

Die Gründer Drew Perkins und Mike Wiemer gründeten und verkauften schon zuvor erfolgreich IT-Unternehmen. Der dritte Gründer im Bunde, Michael Deering, ist spezialisiert auf Computer Vision und 3D-Grafiken. Er arbeitete unter anderem als Ingenieur bei Sun Microsystems.

Details zu Hard- und Software und möglichen Produkten nennt das Startup nicht. Es vertröstet auf einen unbestimmten Zeitpunkt in der Zukunft.

Auf einer Infografik ist zumindest ein Hinweis versteckt, woran Mojo Vision arbeiten könnte: Die Rede ist von einem “mobilen Gerät, das man nur selbst sehen kann”. Eine AR-Brille ist damit im Grunde vom Tisch, es bliebe die Kontaktlinse.

Mojo Vision will Screens durch AR-Technologie ersetzen, die digitale Informationen nahtlos in die Umgebung einbettet. Bild: Mojo Vision

Mojo Vision will Screens durch AR-Technologie ersetzen, die digitale Informationen nahtlos in die Umgebung einbettet. Bild: Mojo Vision

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