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Augmented Reality: Neue Demos zur Meta 2 – besser als Hololens? *Update*

von Matthias Bastian29. April 2017

Update vom 29. April:

Auch die YouTuber von Tested hatten Gelegenheit, den neuesten Meta-Prototyp zu testen. Zum Arbeiten und als Monitorersatz soll das Gerät nicht taugen, für Medieninhalte wie 3D-Objekte oder Videos sei es eher geeignet. Meta fokussiere sich auf Anwendungen im Bereich Produktivität, nicht auf Entertainment und Games.

Zum Problem könne der natürliche Fokusreflex des Auges werden, dem es nicht gelingt, die Fokusebene zwischen Realität und virtueller Darstellung zu wechseln. Ähnliche Probleme sind von Microsofts Hololens bekannt, die Folge sind Kopf- oder Augenschmerzen bei längerer Nutzung. Eine Lösung könnten Eyetracking-Systeme oder neue Displaytechnologien sein.

Mangelhaftes Tracking

Das Trackingverfahren der Meta 2 ist laut den Testern die größte Schwachstelle des Geräts. Es soll dem von Hololens deutlich unterlegen sein.

Insbesondere die Möglichkeit, digitale an reale Objekte anzuheften – das eigentliche Killerfeature von AR – sei noch nicht vollständig implementiert. Auch die Erfassung der Körperbewegung arbeite nicht präzise und verlässlich. Ebenso kommt das Handtracking der Brille nicht gut weg, da es nur auf Gesten basiert und nicht auf einer vollständigen und präzisen Hand- und Fingererfassung.

Das Fazit ist dennoch positiv: Zwar gebe es viele Dinge, die noch verbessert werden müssten, dennoch zeige der Prototyp, dass AR kein Gimmick sei, sondern eine neue Grundlagentechnologie.

Ursprünglicher Artikel vom 25. April 2017: Augmented Reality: Neue Demos zur Meta 2 – besser als Hololens?

Nach dem Hype ist vor der Entwicklung, so scheint es fast: die vor einem Jahr spektakulär enthüllte Augmented-Reality-Brille Meta 2 wird noch immer nicht flächendeckend an Vorbesteller verschickt. Der Prototyp punktet mit einem weiten Sichtfeld, das Tracking hingegen hängt Microsofts Hololens hinterher.

Der US-Blog Road to VR hatte Gelegenheit zu einem neuerlichen Hands-on mit dem Prototyp von Meta 2. Gezeigt werden Demos in voller Länge von der aktuellsten Entwicklerversion, die auch an Vorbesteller versandt werden soll.

Laut dem Tester entspricht das Bild im Video “ziemlich genau” dem, was man auch beim Blick durch das Display der Meta-Brille erkennt. Die Auflösung der digitalen Grafiken soll nativ besser und Text gut lesbar sein.

Überlappungen zwischen Hand und digitaler Grafik sind auf die perspektivische Verschiebung der Aufnahmekamera in Relation zur Augenposition des Brillenträgers zurückzuführen und sollen bei der Nutzung nicht auffallen. Die digitalen Grafiken sollen von realen Objekten verdeckt werden können – im Video sieht es teilweise so aus, als greife die Hand in die Grafik.

Der Tester lobt das weite Sichtfeld und kritisiert das nervöse und instabile Trackingverfahren. Im Video ist gut erkennbar, dass die digitalen Objekte zum Teil zittern und sich in Relation zur Bewegung des Brillenträgers verschieben, anstatt fest an einer Stelle zu verharren. Insbesondere die Handinteraktion scheint stark verzögert zu reagieren.

Laut dem Tester sei ein Mix aus Metas weitem Sichtfeld mit dem stabilen Tracking von Hololens das optimale Produkt. Meta arbeitet noch daran, das Tracking und die Latenz des gesamten Systems zu verbessern.

Lieferung “zeitnah”

Seit gut einem halben Jahr kann Metas Augmented-Reality-Brille für knapp 1.000 Euro vorbestellt werden. Laut einem Sprecher des Unternehmens nutzten zehntausende Interessierte diese Option.

Der Versandtermin wurde seit dem Start der Vorbestellungen mehrfach verschoben, Besteller vertröstet. Im Dezember versandte Meta E-Mails an Vorbesteller, dass die Ware demnächst verschickt werden soll und verpackt wird. Das hat bislang offensichtlich nicht geklappt.

| Featured Image: Meta

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