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Augmented Reality: Galaxy Explorer kommt für Hololens *Update*

von Matthias Bastian20. Januar 2016

Update vom 23. Januar:

Das Voting ist vorbei und der Sieger steht fest. Gewonnen hat das App-Konzept “Galaxy Explorer”. Die Entwickler von Microsoft machen sich jetzt dran, das Konzept umzusetzen. Wir sind gespannt. Einen Vorgeschmack könnte diese Demo geben, die vor einiger Zeit bei Twitter auftauchte und angeblich direkt mit Hololens aufgezeichnet wurde. Und nein, das Kind kann nicht sehen, was es in der Hand hält – nur der Träger der Augmented-Reality-Brille.

Ursprüngliche Meldung:

Neue Hardware ist immer nur Mittel zum Zweck. Und der Zweck heißt: Hochwertige Software, tolle Apps und ein klarer Nutzen. Das gilt natürlich auch für Microsofts “holographischen Computer”.

Um neue Konzepte für Augmented-Reality-Anwendungen zu generieren, die man mit Hololens sinnvoll umsetzen kann, startete Microsoft vor wenigen Wochen einen Ideenwettbewerb. Über 5.000 Vorschläge gingen ein, drei davon hat Microsoft ins Finale gewählt. Kommenden Donnerstag lassen die Redmonder dann via Online-Abstimmung die Gewinner-App küren, die anschließend von einem erfahrenen Hololens-Entwicklerteam umgesetzt wird. Der Entwicklungsprozess wird in wöchentlichen Updates mit der Community geteilt. Die fertige App soll dann zum Hololens-Launch verfügbar sein – wann auch immer der sein mag. Die Abstimmung startet morgen früh auf der Webseite des Ideenwettbewerbs.

Bei “Airquarium” ist der Nutzer mitten im Ozean, umgeben von Meerestieren. Flora und Fauna passen sich der zuvor gewählten Meerestiefe an. Um mehr über einzelne Tiere oder Pflanzen zu erfahren, muss der Nutzer sie nur antippen. Außerdem soll die Umgebung auf den Hololens-Träger reagieren, beispielsweise kann er Fische füttern oder erschrecken. Die App ist als entspannte Lernerfahrung angelegt.

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Bei Airquarium umgibt man sich mit einem virtuellen Aquarium. Aufgrund des engen Sichtfelds von Hololens würde man hier natürlich nur ein oder zwei Fische sehen. Quelle: Microsoft

Etwas mehr Action gibt es bei “Grab the Idol”. Hier soll das Zimmer zu einem begehbaren Rätselraum werden, so wie ein Level aus einem Videospiel. Der Nutzer muss sich seinen Weg durch den Raum bahnen, Fallen ausweichen und Aufgaben mit Gesten-, Blick- oder Sprachsteuerung lösen. Als Belohnung wartet am anderen Ende des Raumes ein Schatz. Das Konzept lässt sich in jedem Raum im Haus anwenden und die Level werden zufällig generiert, so dass beinahe unendlich viele Variationen der Rätselabenteuer möglich sind.

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Bei Grab the Idol muss man durch einen Rätselraum stolpern und einen Schatz schnappen. Aufgrund des engen Sichtfelds von Hololens würde man hier….ach, ihr wisst schon. Quelle: Microsoft

Eine weitere Lernanwendung ist “Galaxy Explorer” (siehe Titelbild). Ähnlich wie bei “Airquarium” umgibt sich der Nutzer mit einer virtuellen Umgebung – in diesem Fall ist das aber nicht der Meeresboden, sondern das Weltall. Mit der Hologramm-ähnlichen Abbildung unserer Galaxie soll man auch interagieren können, beispielsweise um eine bessere Vorstellung von Größenverhältnissen, Entfernungen und Zeit zu bekommen. Sogar bis auf die Oberfläche eines Planeten soll man einzoomen können. “Reproduziere die Umwelt eines Planeten oder einer Sonne im eigenen Raum – staubige Winde, heißes Plasma oder Strukturen aus Eis”, heißt es im Konzept.

Eine Entwicklerversion von Hololens soll für rund 3.000 US-Dollar noch in diesem Quartal verfügbar sein. Wann die Augmented-Reality-Brille für Endkunden erscheint, ist noch nicht raus. Die aktuelle Hardware ist nur ein Prototyp, der technisch noch nicht ausgereift ist. Neben dem sehr engen Sichtfeld von nur rund 20 Grad sind die hohen Produktionskosten ein weiteres Problem.

| FEATURED IMAGE: Microsoft