Augmented Reality erobert die Modebranche: Kosmetikhersteller L’Oreal übernimmt die AR-Spezialisten von Modiface und das Modehaus Zara setzt Augmented Reality im Einzelhandel ein.

Neue Kosmetikprodukte und Frisuren am eigenen Gesicht und Kopf visualisieren, ohne viel Zeit mit Schmink- und Frisierexperimenten zu verschwenden: Augmented Reality macht es möglich. Kosmetikhersteller L’Oréal sieht darin offenbar Potenzial und hat laut Reuters das Unternehmen Modiface übernommen, das schon seit einigen Jahren auf Beauty-AR-Apps spezialisiert ist.

Modiface entwickelte AR-Anwendungen unter anderem für Sephora und Estée Lauder. Auch mit L’Oréal hat Modiface bereits zusammengearbeitet, unter anderem für die Mobile-App “Style My Hair”, mit der Nutzer verschiedene Frisuren auf den eigenen Kopf projizieren können. Durch die Übernahme ist L’Oréal nun selbst im Besitz der nötigen Patente zur Visualisierung von Make-Up und Frisuren in AR-Anwendungen.

L’Oréal muss sich nicht auf Smartphone-AR beschränken. So könnten zum Beispiel spezielle Augmented-Reality-Spiegel ein Anreiz für den Besuch des lokalen Kosmetik- oder Frisiersalons sein. Es ist durchaus üblich, dass Hersteller von Kosmetikprodukten Einzelhändlern aufwendiges Werbematerial zur Verfügung stellen. Dafür würde der L’Oréal-AR-Spiegel dann eben keine Produkte von Mitbewerbern zeigen.

Modehändler Zara setzt ebenso auf Augmented Reality

Der Modehersteller Zara nutzt demnächst Augmented Reality, um Kunden in die Läden zu locken. Das Unternehmen startet am 18. April mit einer zweiwöchigen Testphase in 120 Flaggschiffläden.

Kunden können mit einer eigens entwickelten AR-App die Smartphone-Kamera auf eine Schaufensterpuppe in einem Zara-Shop richten und diese mit verschiedenen Kleidungsstücken des Modehauses ausstatten. Die Artikel können anschließend direkt in der App bestellt werden.

Zara AR erscheint demnächst bei Google Play und im Apple Store.

| Featured Image: L’Oréal

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