Der Hybrid-Kopfhörer Glyph vom Avegant soll ab Herbst 2015 für rund 500$ erhältlich sein.
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Avegant Glyph

von Carolin Albrand20. April 2015
Schicke Videobrille im Kopfhörerlook - Wegweiser für das zukünftige VR-Brillen-Design?
Tech Facts / Datenblatt
Release

Herbst 2015

Display

Retinadisplay
mit Microspiegel Feld

Auflösung

1280 x 720 pro Auge

Refreshrate

120 Hz
(60Hz pro Auge)

Sichtfeld

45°

Sound

Störschallunterdrückung
integriertes Mikrophone
Lautstärkeumfang von 115 dB

Kamera

nein

Tracking

Headtracking

Anschlüsse

HDMI-Ausgang
microUSB
Bluetooth

Stromquelle

Akku

Avegant Glyph ist ein Hybrid aus Kopfhörer und Videobrille. Je nach Bedarf kann das Display heruntergeklappt werden und soll laut Hersteller speziell Reisende, Film- und Musikliebhaber ansprechen. Das Device kann mit jedem HDMI-fähigen Gerät verbunden werden von Smartphone, DVD-Spieler bis Spielkonsole und wird  voraussichtlich ab Herbst 2015 für Vorbesteller für rund 500 US-Dollar erhältlich sein. Finanziert wurde der Prototyp, ähnlich wie die VR-Brille Meta, über eine Crowdfunding-Kampagne, die in nur wenigen Tagen 250.000 Dollar einbrachte.

Funktion und Anwendungsbereiche

Auch wenn andere Video-Brillen sich bislang nicht gegen normale Fernsehgeräte durchsetzen konnten, könnte die Technik und das Design der Avegant Glyph ein Wegweiser für die Entwicklung der nächsten Generation von VR-Brillen werden: Sie simuliert mit einem Retina-Display ein etwa 80-Zoll großes Bild in drei Metern Entfernung. Dadurch wird kein großes, sperriges Display benötigt und der Kopfhörer bleibt in seiner Form schmal und funktional. Es funktioniert, ähnlich wie Google Glass, mit der so genannten virtuellen Netzhautanzeige. Dabei wird ein Rasterbild auf die Netzhaut des Auges geworfen, wodurch der Träger den Eindruck eines vor sich schwebenden Bildschirms bekommt. Die Auflösung ist gestochen scharf und es kommt zu keinem Fliegengittereffekt oder Unschärfen am Rand. Allerdings beschränkt sich die Immersion mit einem Blickfeld von 45 Grad auf eine tragbare Kinoleinwand, wodurch der Träger nicht den Eindruck bekommt wirklich in eine virtuelle Umgebung einzutauchen. Laut dem Hersteller ist die Technik der Glyph auf einen Rundumblick wie bei VR-Brillen erweiterbar. Solange es noch nicht genügend Programme und Anwendungen für Virtual Reality gäbe würde man davon aber noch absehen.

Damit Avegant Glyph auf alle Köpfe passt, gibt es einen Schieberegler, mit dem man den Augenabstand einstellen kann. Für Brillenträger kann über drehbare Linsen die Sehschwäche ausgeglichen werden. Wird das Display nicht genutzt, können die Regler in den Bügel zurückgeschoben werden, so dass sie nicht hervorstehen. Mit einem Gewicht von 450 Gramm hat Glyph neben seinem alltagstauglichen Design und seiner hohen Usabilty auch einen erhöhten Tragekomfort.

 Bildquelle: Avegant