Der VR-Puzzler “I Expect You To Die” setzte seit Erscheinen Ende 2016 drei Millionen US-Dollar um. Das Bemerkenswerte: Der Umsatz verdoppelte sich in den letzten zwölf Monaten.

Das Beispiel des US-Entwicklerstudios Schell Games zeigt, dass auch kleinere Studios erfolgreich VR-Titel vermarkten können: Das Puzzle-Spiel “I Expect You To Die” (IEYTD) knackte vor wenigen Tagen die Umsatzmarke von drei Millionen US-Dollar. Das Spiel ist für Oculus Rift, HTC Vive und Playstation VR erhältlich.

Damit dürfte der Titel jetzt in der Gewinnzone angekommen sein: Vor rund einem Jahr lag der Umsatz noch bei circa einer Million US-Dollar. Damals räumte Studiogründer Jesse Schell ein, dass die Entwicklung von IEYTD über eine Million US-Dollar gekostet habe.

Dennoch bezeichnete Schell die Spielentwicklung schon damals als gewinnbringend: “Wir haben sehr viel gelernt und weitere Projekte durch IEYTD gewonnen, daher war es sehr profitabel.”

In einem aktuellen Statement sieht Schell die VR-Zukunft als “unglaublich positiv”. Er und sein Team hätten bewiesen, dass die VR-Brille eine Mainstream-Plattform werden könne.

Lange Entstehungsgeschichte

IEYTD war schon vor der offiziellen Veröffentlichung recht bekannt: Der Titel war in einer Vorabversion als kostenlose Demo für das zweite Oculus-Rift-Entwicklerkit verfügbar.

Unter damals vielen sehr experimentellen und qualitativ minderwertigen VR-Apps stach IEYTD positiv hervor. So bekam das Spiel überdurchschnittlich viel mediale Aufmerksamkeit. Es gehörte außerdem zu den Launch-Titeln für Oculus’ 3D-Controller Oculus Touch.

Im vergangenen Jahr prognostizierte Schell, dass bis 2025 bis zu 15 Prozent des Umsatzes des gesamten Spielemarktes durch VR-Gaming entstehen könnte. Derzeit arbeitet Schell Games an einer VR-Anwendung für den Chemieunterricht.

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