Die Zusammenarbeit zwischen Starbreeze und Acer im Gemeinschaftsunternehmen StarVR steht offenbar auf der Kippe.

Der in Taiwan ansässige Technachrichtendienst Digitimes berichtet, dass Acer das Gemeinschaftsunternehmen StarVR auflösen oder die eigenen Anteile an ein japanisches oder chinesisches Unternehmen veräußern will.

Acer soll StarVR drei Monate einräumen, um profitabel zu werden, so weiteres Marktgeflüster. Sollte das Unternehmen aufgelöst werden, sollen die Mitarbeiter bei Acer anheuern.

StarVR ist eine Kooperation zwischen Acer und dem schwedischen Software-Studio Starbreeze. Letztgenanntes hält 33,3 Prozent Anteile an StarVR und besitzt die Marken- sowie Technologierechte. Acer hält 66,6 Prozent der Anteile an StarVR. Diese Mehrheit erkaufte sich Acer im Oktober 2017. Gegründet wurde das Gemeinschaftsunternehmen Mitte 2016.

StarVR startete erst vor wenigen Tagen den Verkauf der Highend-Brille StarVR One für die Industrie. Die Entwicklerversion kostet 3.200 US-Dollar und wird an ausgewählte Studios, Unternehmen und Spielhallen vertrieben.

In der ersten Jahreshälfte 2018 hat StarVR laut Digitimes rund 3,8 Millionen US-Dollar Verlust gemacht. Der Umsatz bis Oktober 2018 (NT$1.7 Milliarden) soll im Vergleich zum Vorjahr um rund 80 Prozent gesunken sein.

Anfang November kündigte StarVR den Rückzug von der taiwanesischen Börse an. Als Gründe nannte das Unternehmen den aktuellen Zustand der Virtual-Reality-Industrie sowie die zukünftige strategische Ausrichtung. Der Rückzug von der Börse sorge für mehr “unternehmerische Flexibilität”.

Starbreeze sprach vor wenigen Tagen eine Gewinnwarnung an Investoren aus. Die finanziellen Ziele für das Geschäftsjahr 2019 werden verfehlt. Man wolle sich auf das Kerngeschäft fokussieren und Kosten senken.


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