Offenbar steht bei Samsung eine Namensänderung ins Haus: Aus Gear VR soll Galaxy VR werden. Ob damit auch eine Strategieänderung einhergeht?

Die auf Samsung spezialisierte Webseite Sammobile berichtet, dass aus Gear VR zukünftig Galaxy VR wird. Die Seite beruft sich auf anonyme Quellen.

Der Redakteur geht davon aus, dass es sich dabei um den Versuch handelt, die Marke Galaxy zu vereinheitlichen – auch das Fitnesszubehör sowie die Smartwatches könnten umbenannt werden.

Wann die Umbenennung erfolgen soll, ist nicht klar. Mögliche Zeitpunkte sind die Vorstellung des Galaxy Note 9 in den kommenden Wochen sowie des S10 voraussichtlich im Frühjahr 2019.

Letzteres scheint wahrscheinlicher, da Samsung schon bei der Vorstellung des Galaxy S9 im vergangenen Februar Gear VR und Virtual Reality vollständig ignorierte. Mögliche Gründe dafür habe ich hier aufgeschrieben.

Gear VR: Ungewisse Zukunft

Ohnehin dürfte einfach nur eine weitere Smartphone-Halterung mit neuem Namen niemanden mehr vom Hocker reißen. Seit 2015 experimentiert Samsung mit Smartphone-VR, ohne durchschlagenden kommerziellen oder wenigstens technischen Erfolg.

Mit neuen autarken VR-Brillen am Markt wie Oculus Go, Lenovos Mirage Solo, Vive Focus und ähnlichen Modellen in 2019 wird Gear VR technisch immer uninteressanter. Samsung braucht – wie die gesamte Mobile-VR-Szene – einen deutlichen Qualitätssprung bei der Hardware, um für mehr Nutzer interessant zu werden.

Inoffiziell hieß es aus Samsungs Reihen, dass das Unternehmen enttäuscht sei vom Virtual-Reality-Markt und nun in Kollaboration mit Microsoft verstärkt an einer autarken Mixed-Reality-Brille mit Windows-Unterstützung arbeite, um das Potenzial der Technologie besser zu verstehen.

Eine entsprechende Prototyp-Brille “ExynosVR III” führte das Unternehmen schon wiederholt vor, das nächste Mal wohl auf der IFA Ende August in Berlin.

Unklar ist, ob Oculus bei der neuen Initiative weiter ein Partner sein wird oder ob Samsung eine eigene Infrastruktur etablieren will. Oculus Go und Samsung Gear VR teilen sich denselben Store.

Zuletzt fuhr Samsung mehrgleisig, unterstützte mit Samsung-Smartphones sowohl Googles Daydream-Initiative als auch Facebooks Oculus. Für Windows Mixed Reality gibt es eine PC-VR-Brille, die bislang nur in den USA erschien.

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