Pokémon Go droht womöglich ernsthafte Konkurrenz: Blizzard soll an einem Spiel arbeiten, das von der AR-Monsterhatz inspiriert ist.

Die Videospielseite Kotaku sprach mit elf anonymen (Ex-)Mitarbeitern des renommierten Spielentwicklers und verarbeitete die interessantesten Einblicke in einem umfangreichen Artikel. Der Bericht dreht sich hauptsächlich um die Zukunft der Diablo-Marke und den Plänen des PC-Spielestudios, Titel für mobile Geräte zu entwickeln.

Der Artikel verrät dabei interessante Details zu einem möglichen AR-Projekt des Studios. So sollen viele Blizzard-Entwickler begeisterte Pokémon-Go-Spieler sein, darunter Blizzards Chef-Spieldesigner Cory Stockton.

Die Mitarbeiter sollen sich im Zentrum des Blizzard-Campus täglich Gefechte um die dort befindliche Ork-Statue liefern. Die Skulptur ist im AR-Spiel eine Pokémon-Turnhalle, die von Spielern erobert werden kann.

Die Begeisterung für das Spiel habe dazu geführt, dass Blizzard eine experimentelle Version von Pokémon Go im Warcraft-Universum entwickelt. Der Bericht verrät keine Details zum Spiel, außer dass es weitaus mehr bieten soll als Niantics Titel, darunter ausgefeiltere Spielmechaniken für Einzelspieler.

Blizzard will keine VR-Spiele entwickeln

Der AR-Platzhirsch Pokémon Go setzte seit dem Marktstart im Sommer 2016 mehr als zwei Milliarden US-Dollar um. Auch aus wirtschaftlicher Sicht dürfte Blizzard also genug Anreize haben, ein eigenes AR-Spiel zu entwickeln.

Die Pokémon-Go-Konkurrenz ist an diesen Zahlen gemessen vergleichsweise klein, setzt jedoch dank starker Marke bereits Millionen um.

Für Blizzard wäre ein Warcraft AR der erste Schritt Richtung Augmented Reality. Virtual Reality hingegen erteilte das Unternehmen eine Absage. Die Begründung: Das Medium sei eher für Einzelspielererfahrungen gedacht, während Blizzard-Spiele auf gemeinschaftliches Spielen ausgelegt seien.

Blizzards Ex-Chefdesigner Rob Pardo sagte zudem im letzten Jahr, dass ein “World of Warcraft VR” noch weit entfernt sei, weil Inhalte und Spielmechaniken nicht einfach übernommen werden könnten, sondern für das Medium neu erfunden werden müssten.

| Featured Image: Blizzard | Source: Kotaku / Via: The Verge

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