Die Marktforscher von Superdata Research nennen in einem neuen Bericht Umsatzzahlen für VR-Spiele in 2017. Fallout 4 VR und Skyrim VR führen die Ranglisten wenig überraschend an.

Laut Superdata betrug der Software-Umsatz der Industrie im vergangenen Jahr 554 Millionen US-Dollar, wobei 55 Prozent auf Spiele entfielen. Das entspricht ungefähr 300 Millionen US-Dollar. Diesen Zahlen zufolge wären Spiele zumindest aufseiten der Software nach wie vor der größte Treiber der Industrie. Superdata schätzt, dass ungefähr 80 Prozent der VR-Nutzer Spiele spielt oder spielen will.

Obwohl mobile VR-Brillen mit Abstand am meisten verbreitet sind, machten Spiele für Smartphone-Halterungen wie Samsung Gear VR und Daydream View nur 15 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Der Löwenanteil wurde mit Titeln für PC- und Konsolen-VR verdient.

Laut einem früheren Bericht brachte Software 2017 weniger Umsatz als Hardware: Im Endkundensegment soll die VR-Branche 2,2 Milliarden US-Dollar umgesetzt haben, wobei 1,7 Milliarden auf Hardwareverkäufe entfielen. Dieses Ungleichgewicht ist normal in der Frühphase einer neuen Hardwareplattform und soll sich laut Superdata in den folgenden Jahren etwas ausgleichen.

Bethesda-Portierungen und VR-Klassiker führen die Charts an

Superdata veröffentlichte zwei Ranglisten für die fünf Spiele mit dem höchsten Umsatz in 2017: einmal für PC-VR, einmal für Playstation VR.

Das am 12. Dezember 2017 exklusiv für HTC Vive erschienene Fallout 4 VR führt die PC-Charts mit einem Umsatz von 4,7 Millionen US-Dollar an. Bei einem Preis von 60 US-Dollar entspricht das mehr als 78.000 verkauften Spielen in 2017. Laut Steamspy wurde das Spiel bis heute von circa 100.000 Steam-Nutzer gekauft.

Die VR-Klassiker Superhot VR, Job Simulator, Raw Data und Arizona Sunshine besetzen die nachfolgenden vier Plätze und haben zwischen 2,4 und 3 Millionen US-Dollar umgesetzt.

Die PSVR-Charts stürmte Skyrim VR mit einem Umsatz von 2,2 Millionen US-Dollar. Bei einem Preis von 70 US-Dollar entspricht das circa 31.500 abgesetzten Einheiten. Die Exemplare aus den Skyrim-Bundles dürften nicht mit eingerechnet sein. Das Spiel und das Bundle erschienen am 17. November, also ebenfalls gegen Ende des Jahres.

Die restlichen Plätze besetzen einmal mehr Job Simulator und Superhot VR. Auf diese Titel folgen Batman: Arkham VR und I Expect You To Die.

Die Ranglisten umfassen nur Spiele mit VR-Exklusivität. Aus diesem Grund ist Resident Evil 7 nicht gelistet. Laut einer Capcom-Statistik wurde das Spiel von mindestens 400.000 PSVR-Nutzern ausprobiert. Da es sich nicht um einen VR-exklusiven Titel handelt, lässt sich dieser Zahl nicht entnehmen, wie viele Nutzer das Spiel rein wegen des VR-Modus gekauft haben.

VR-exklusive Hits müssen sich nicht verstecken

Interessant ist, dass die Entwickler von Superhot VR und Job Simulator 2017 plattformübergreifend fast so viel Umsatz gemacht haben wie Fallout 4 VR: Superhot VR kann einen Umsatz von 4,1 Millionen US-Dollar verzeichnen, während Job Simulator auf 4,4 Millionen US-Dollar kommt.

Dass Fallout 4 und Skyrim VR so erfolgreich sind, dürfte zwei Gründe haben: Die Strahlkraft der beiden Marken und der Umstand, dass sie riesige Spielwelten mit hunderten Stunden an Inhalten bieten.

Die Zahlen zeigen zudem, dass Titel, die von Grund auf für Virtual Reality entwickelt wurden, ebenfalls hohe Umsätze erzielen können. Ideal wären Spiele, die beide Vorteile verbinden: Ein VR-optimiertes Design und riesige Spielwelten.

Superdatas Zahlen stammen laut eigenen Angaben von Publishern, Entwicklern und Bezahldiensten.

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| Featured Image and Source: Superdata Research

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