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Bericht: Gear VR und Playstation VR führen Verkaufscharts an

von Matthias Bastian2. Juni 2017

Das international tätige Marktforschungsunternehmen IDC prognostiziert die Verkaufszahlen von VR-Brillen im ersten Quartal 2017. Laut den Analysten setzt sich der Verkaufstrend aus 2016 unverändert fort. Monatlich sollen rund 2,3 Millionen Geräte verkauft werden, zwei Drittel davon sind günstige mobile VR-Brillen. Playstation VR dominiert den Highend-Markt mit Leichtigkeit, bricht dabei aber keine Rekorde.

Laut IDC konnte Samsung im ersten Quartal 2017 490.000 Einheiten von Gear VR absetzen. Das soll einem Marktanteil von 21,5 Prozent entsprechen. Laut der Analyse schneidet die mobile VR-Brille im Vergleich zum Vorjahr etwas schlechter ab, was IDC auf das Akkudebakel des Samsung Note 7 zurückführt. Im Zuge des Marktstarts des Galaxy S8 sollen die Verkaufsahlen wieder steigen.

Sony ist Samsung knapp auf den Fersen. Die Japaner sollen laut IDC im ersten Quartal 2017 429.000 Playstation VR-Brillen ausgeliefert haben. Der Marktanteil liegt bei knapp 19 Prozent.

IDCs Schätzung deckt sich hinsichtlich des Verkaufstempos mit den Angaben von Sony. Offiziell ist bekannt, dass die Japaner zwischen dem Marktstart im Oktober 2016 und Mitte Februar 2017 rund 915.000 Geräte verkaufen konnten. IDC geht davon aus, dass Sony vorerst nicht vom Highend-VR-Thron gestoßen wird.

HTC Vive verkauft sich weiter ordentlich

In Q1 2017 soll HTC laut den Marktforschern 191.000 Vive-Brillen verkauft haben. In Anbetracht des hohen Preises für die VR-Brille und da Käufer ergänzend einen schnellen PC für mehrere hundert Euro benötigen, ist das wohl gerade in Relation zur deutlich günstigeren Playstation VR als Erfolg zu werten. Ein signifikanter Teil der Käufer sollen allerdings Betreiber von VR-Spielhallen sein, vornehmlich aus dem asiatischen Raum. Außerdem ist HTC Vive für viele Unternehmen die VR-Brille der Wahl.

Diese Zielgruppen fehlen Facebooks Konkurrenzprodukt Oculus Rift völlig, da das Gerät weder in China angeboten noch speziell an Spielhallenbetreiber und Unternehmen vermarktet wird. Es richtet sich fast ausschließlich an kommerzielle Verbraucher und primär Spieler. Laut IDC sind die Verkaufszahlen der Facebook-Brille unverändert schwach und sollen bei circa 100.000 Einheiten im Monat liegen.

Der schwache Abverkauf erklärt Oculus’ aggressive Preispolitik seit Anfang März. Das Paket mit VR-Brille und 3D-Controller wurde um rund 200 Euro im Preis gesenkt. Ergänzend fährt Oculus gemeinsam mit Handelspartnern wiederholt diverse Rabattaktionen. Zum Teil wurden VR-Brille und 3D-Controller rund 350 Euro günstiger verkauft als noch im Dezember 2016.

| Quellen: The Register & Forbes

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