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Bericht: HTC Vive schlägt Oculus Rift, Playstation VR bleibt Marktführer

von Tomislav Bezmalinovic10. Mai 2017

Das Marktforschungsunternehmen Superdata Research hat neuste Schätzungen zu den Verkaufszahlen von VR-Brillen veröffentlicht. Diese betreffen das erste Quartal 2017 sowie das ganze Jahr. Den Marktforschern zufolge setzen sich die Trends des letzten Jahres weitgehend fort. 

Im ersten Quartal 2017 soll sich Samsung Gear VR am besten verkauft haben: Rund 782.000 Einheiten sollen über die Ladentheke gewandert sein. Den zweiten Platz belegt Playstation VR mit 375.000 Einheiten, gefolgt von Googles Daydream View (170.000 Einheiten) und HTC Vive (95.000 Einheiten). Oculus Rift bildet trotz der Preisreduktion von Anfang März das Schlusslicht und konnte laut den Marktforschern im ersten Quartal 64.000 Einheiten absetzen.

Für das ganze Jahr rechnen die Analysten mit rund 6,7 Millionen verkauften Samsung Gear VR. “Samsung sagte, dass das S8 den bisher besten Marktstart hatte und das S7 überholte. Der Großteil der 4,5 Millionen ausgelieferten Gear VRs vom letzten Jahr sind auf Vorbestellungen zurückzuführen, deshalb erwarten wir, dass der Erfolg des S8 noch mehr Geräte in Umlauf bringt”, sagt Stephanie Llamas von Superdata Research gegenüber Games Industry. Erfüllt sich diese Voraussage, dürfte Samsung Gear VR bis Ende 2017 die 10-Millionen-Grenze knacken. Der Konzern selbst sprach Anfang des Jahres von über fünf Millionen verkauften Geräten.

Laut Superdata Research soll Google Daydream im Laufe des Jahres bedeutend an Fahrt aufnehmen und bis Jahresende rund 3,5 Millionen mobile VR-Brillen absetzen. Laut früheren Schätzungen hat Google im vergangenen Jahr 260.000 Einheiten verkaufen können. Superdata Research rechnet damit, dass im Laufe des Jahres sehr viel mehr Smartphones mit Daydream-Zertifikat auf den Markt kommen, was den Abverkauf der mobilen VR-Brille stark beschleunigt. Die Liste derzeit unterstützter Smartphones ist noch sehr überschaubar.

Playstation VR bleibt stark, HTC Vive dominiert Oculus Rift

Den Analysten zufolge kann Sony bis Jahresende 2,6 Millionen Playstation VR verkaufen. 2016 sollen es laut einer früheren Schätzung 750.000 Einheiten gewesen sein. Sony bestätigte Ende Februar 2017, seit dem Markstart im Oktober 2016 915.000 VR-Brillen verkauft zu haben.

Die Marktforscher glauben, dass HTC dieses Jahr 553.000 VR-Brillen verkaufen und damit die 1-Millionen-Grenze knacken könnte. Im Vorjahr sollen es laut den Marktforscher etwa 420.000 Einheiten gewesen sein. HTC Vive soll gegenüber Oculus Rift auch in diesem Jahr die Nase vorn haben. 346.000 Einheiten von Facebooks VR-Brille werden laut Superdata Research dieses Jahr verkauft. Diese kommen zu den geschätzten 240.000 Einheiten vom letzten Jahr hinzu.

Dass HTC Vive sich sehr viel besser verkauft als Oculus Rift, hat laut den Analysten viele Gründe: “Die Herausforderungen bei der Produktion haben sich als enorm herausgestellt […]. Dies und die schlechte Presse, das Zenimax-Gerichtsverfahren und das geschlossene Ökosystem, das von der “Oculus zuerst” Denkweise herrührt, macht es sehr viel schwieriger für das Unternehmen, mit HTC zu konkurrieren, für die seit jeher “VR zuerst” gilt. HTC hat sich zudem nicht nur auf Spiele fokussiert, sondern alle Aspekte der VR-Entwicklung unterstützt, deshalb liegt Oculus in diesem Bereich zurück.”

| Source: Games Industry

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