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Bericht: Samsung arbeitet an VR-Brille mit hoher Pixeldichte

von Tomislav Bezmalinovic22. März 2017

Laut einer anonymen Quelle präsentierte Samsung auf dem Mobile World Congress hinter verschlossenen Türen mehrere technologische Neuheiten, darunter VR-Brillen mit einer ungewöhnlichen hohen Pixeldichte.

The Korea Herald zitiert einen Messebesucher, der die Neuheiten in einem privaten Raum in Augenschein nehmen konnte. “Samsung stellte neue Technologien aus, darunter Force Touch, OLED ohne Polarisator und VR-Brillen mit hochauflösenden OLED-Displays. Es wird erwartet, dass sie in ein bis zwei Jahren auf den Markt kommen”, behauptet die anonyme Quelle.

Weiter heißt es, dass die Panels eine Pixeldichte von 1.200 PPI hätten. Die Arbeiten an der Technologie seien fast abgeschlossen, sodass das Unternehmen demnächst eine VR-Brille mit 1.500 PPI enthüllen werde. Die Displays würden VR-Übelkeit und Kopfschmerzen verhindern, fügt die Quelle hinzu.

Wäre es Samsung gelungen, OLED-Panels mit einer Pixeldichte von bis zu 1.500 PPI herzustellen, wäre das eine bedeutende Steigerung gegenüber den Displays, die in der jetzigen Generation eingesetzt werden. Zum Vergleich: Die Displays von Oculus Rift und HTC Vive verfügen über eine Pixeldichte von etwa 450 PPI, die Playstation VR sogar unter 400 PPI. Welche Auflösung die Displays haben, ist nicht bekannt, der Fliegengittereffekt dürfte aber kaum mehr auszumachen sein.

Baut Samsung eine eigene VR-Brille?

Bemerkenswert ist, dass Samsung nicht nur neue Displays zeigte, sondern diese bereits in VR-Brillen verbaut hat. Das könnte einerseits darauf hindeuten, dass die Technologie schon einsatzbereit ist. Bestätigt ist das jedoch nicht. Andererseits könnte dies heißen, dass Samsung an einer eigenen VR-Brille mit integrierten Displays arbeitet. Die mobile Brille Gear VR bedarf eines Samsung-Smartphones für den Betrieb.

Eine weitere Neuheit ist, dass die OLED-Panels ohne Polarisator auskommen. Dieses Bauteil hat die Aufgabe, bestimmte Lichtwellen herauszufiltern. Laut der anonymen Quelle sei das Display ohne Polarisator heller und würde wesentlich weniger Energie verbrauchen. Würden die neuen Panels in mobilen VR-Brillen zum Einsatz kommen, könnten diese länger am Stück betrieben werden. Der hohe Stromverbrauch von VR-Anwendungen ist derzeit noch ein limitierender Faktor mobiler VR-Brillen.

Das US-Unternehmen Kopin arbeitet ebenfalls an verbesserten OLED-Displays und zeigte auf der CES im Januar eine Demoeinheit, die jedoch noch nicht funktionstüchtig war. Die Microdisplays von Kopin sollen eine Pixeldichte von 3.000 PPI bieten und kleiner und leichter sein als derzeit verwendete Panels.

| Featured Image: Samsung | Source: Korea Herald

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