Kann Augmented Reality Snap vor dem Crash bewahren?

Der Finanznachrichtendienst Cheddar berichtet, dass Snap Ende 2018 eine AR-fähige Kamerabrille auf den Markt bringen wird. Sie soll 350 US-Dollar kosten und vorerst nur in begrenzter Stückzahl erhältlich sein: Rund 24.000 Geräte soll Snap-Chef Evan Spiegel geordert haben.

In der Vergangenheit verschätzte sich Snap bei der Liefermenge der ersten Spectacles-Brille und orderte 800.000 Stück – der Großteil davon blieb in den Lagerhallen liegen.

Laut des Cheddar-Berichts bietet Snaps kommende Kamerabrille neu zwei integrierte Kameras im Vergleich zur Einzelkamera im aktuellen Spectacles-Modell. Mit der Doppelkamera dürfte die neue Snap-Brille in der Lage sein, stereoskopische 3D-Videos zu filmen oder zumindest Videos mit Tiefeninformationen aufzuzeichnen.

Brille-Smartphone-AR-Mix

Laut Cheddar sollen Nutzer die Augmented-Reality-Effekte erst nach der Aufnahme mit der Smartphone-App ins Video editieren. Die Brille hätte demnach kein eigenes Display verbaut. Ähnlich wie das aktuelle Spectacles-Modell dürfte daher auch das neueste Modell eher schlank sein und als Lifestyle-Produkt durchgehen. Das Brillengestell soll aus Aluminium gefertigt sein.

Spiegel soll trotz oder wegen heftiger Snap-Krisen weiter an Augmented-Reality-Hardware festhalten. Der Geschäftsplan sehe vor, dass der Hardware-Verkauf bis 2020 ein Zuschussgeschäft ist und dann die Gewinnschwelle erreicht. Derzeit ist Snaps Aktie im freien Fall, unter anderem weil Spiegel falsche Nutzerzahlen angegeben haben soll.

Schon Anfang Oktober veröffentlichte Cheddar ein internes Snap-Memo, das unter anderem Spiegels AR-Strategie beschreibt. In dem Memo kündigt Spiegel weitere Investitionen in die Videobrille Spectacles an, die ein zentraler Bestandteil von Snaps Augmented-Reality-Plattform werden soll: “Wenn wir erfolgreich sind, dann verändern wir Snap und Computertechnologie insgesamt.”

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