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Bethesda VR: Fallout 4 und Doom in Virtual Reality [E3 2016] *Update*

von Matthias Bastian13. Juni 2016

Update:

Eine Zusammenfassung der Ankündigung gibt es mittlerweile auch im offiziellen Unternehmensblog, die bietet aber gegenüber dem Video unten keine neuen Informationen. Die Version für HTC Vive, die aktuell auf der E3 präsentiert wird, wird wie erwartet mittels Point’n Click-Teleportation gesteuert. Die Doom-Experience ist derweil keine VR-Erweiterung des Spiels, sondern eine VR-Tech-Demo der id6-Engine im Doom-Universum.

Ursprüngliche Meldung:

Bethesda portiert zwei der beliebtesten Franchises in die virtuelle Realität. Zumindest ansatzweise.

Auf der eigenen Pressekonferenz zum Start der E3 2016 in Los Angeles gab Bethesda bekannt, dass sowohl Fallout 4 als auch das neue Doom für VR portiert werden. Leider verriet der Publisher kaum Details zu den Rahmenbedingungen. Während der Doom-Port offenbar nur eine Tech-Demo oder virtuelle Tour durch die Spieleumgebung ist, die sich Besucher auf der E3 am Messestand anschauen können, handelt es sich bei der Fallout-Ankündigung wohl um einen kompletten Port, der zumindest bislang nur für HTC Vive und nicht für Oculus Rift angekündigt wurde.

Von speziellen Eigenentwicklungen, die von Grund auf für Virtual Reality konzipiert wurden, sollte man vorerst nicht ausgehen – zumindest deutet nichts darauf hin. Laut CNET kündigte Marketing-Manager Pete Hines Fallout 4 VR mit den Worten an, dass sich Virtual Reality besonders gut für “immersive Open-World-RPGs” eigne. Fallout 4 für HTC Vive soll in 2017 erscheinen, eine erste Demo wird auf der E3-Messe gezeigt. Bei Gamesport wird der Fallout-Direktor Todd Howard mit den Worten zitiert: “Lass uns keine kurze Version von Fallout 4 machen – das Versprechen ist das ganze Spiel.”

Eine Reihe VR-Enthusiasten hat Fallout 4 mittels spezieller Software bereits so modifziert, dass es mit VR-Brillen läuft, darunter auch Oculus Rift. Die Frage ist, welchen Mehrwert Bethesda darüber hinaus bieten kann. Ein grundlegendes Problem dürfte das der Fortbewegung sein. Die langen Märsche durch die nuklear verseuchte Umgebung nur mit einem Gamepad zu bestreiten, dürfte vielen Spielern auf den Magen schlagen. Room-Scale-VR in Kombination mit einer Teleportationsfunktion wird auf der E3 als mögliche Lösung präsentiert, vielleicht auch ein Grund dafür, warum der Port bislang nur für HTC Vive angekündigt wurde. Ein anderer möglicher Grund für die Vive-Exklusivität: Ein Rechtsstreit zwischen Zenimax, Inhaber von Bethesda und Oculus VR.

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