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Bildung in der Virtual Reality: VR-Brille Oculus Rift kommt in die Bibliothek

von Matthias Bastian7. Juni 2017

Virtual Reality taugt nicht nur fürs Entertainment, sondern auch für die Bildung – zumindest ist das eine gängige Überlegung in der Branche. Oculus VR erprobt sie in der Praxis und baut Oculus-Rift-Stationen in US-Bibliotheken auf.

Oculus stellt der kalifornischen Staatsbibliothek 100 Rift-Brillen samt leistungsstarken PCs zur Verfügung. In 90 von insgesamt 148 Bibliotheken des Bundesstaates werden die Demostationen aufgebaut und sollen mehr Menschen für VR begeistern.

Ziel der Initiative ist es, einen gleichberechtigten Zugang zur neuen Technologie zu ermöglichen. “Bibliotheken schaffen Zugang zu Bildungsmöglichkeiten und Technologien, die nicht ohne weiteres für die Gemeinschaft verfügbar sind”, sagt Oculus-Bildungsmanagerin Cindy Ball.

Laut Ball dient das Projekt auch der Nachwuchsgewinnung: “Wir hoffen, dass der frühe Zugang die Leute begeistert und sie dazu motiviert, eines Tages Teil der Industrie zu werden.”

Mit den Demostationen baut Oculus neuerlich Strukturen auf, die erst im Februar abgebaut wurden. Die Einzelhandelskette Best Buy entfernte 200 Rift-Stationen aus den Läden, angeblich wegen einer zu geringen Nachfrage.

Oculus erforscht Virtual Reality in der Bildung

Abseits der Kooperation mit Bibliotheken betreibt Oculus’ Bildungsabteilung laut eigenen Angaben zahlreiche Forschungsprojekte, die untersuchen, wie Virtual Reality das Lernen verändern kann. Das Team unterstützt einige Facebook-Initiativen, die sich der Nachwuchsförderung verschrieben haben.

“Wir wissen bereits, dass Virtual Reality Superkräfte fürs Lernen hat und es beschleunigen kann”, sagt Ball. Sowohl VR als auch AR sollen laut Ball das Lernen tiefgreifend verändern, beispielsweise bei der anschaulicheren Vermittlung von komplexen akademischen Disziplinen, effizienterem Training für Chirurgen, mit besserem Storytelling in Lern-Apps oder fürs Empathie-Verständnis.

| Featured Image: Oculus

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