Der SWR veröffentlicht die kostenlose Virtual-Reality-App “Blautopf VR” für Oculus Go. Sie bietet 360-Grad-Einblicke in eine wenig erforschte Höhlenwelt in Deutschland.

Blautopf, so heißt eine Quelle in Blaubeuren in Baden-Württemberg. Den Namen verdankt sie der charakteristischen Farbe der Wasseroberfläche. Im Volksmund, so heißt es, galt der kleine See lange als bodenlos.

Dabei gibt’s unter Wasser jede Menge Boden im weit verzweigten Blauhöhlensystem. Nur wenige Forscher betraten laut des SWR die Höhle. Dank VR-Technologie soll die Besucheranzahl nun dramatisch steigen – virtueller Höhlentourismus ist angesagt.

Den Anfang macht die kostenlose Oculus-Go-App Blautopf VR. Sie bietet 360-Grad-Fotos in stereoskopischem 3D einiger Höhlen, zwischen denen sich der VR-Brillenträger frei bewegen kann.

Ergänzt werden die Fotos mit 2D-Erklärvideos und Hintergrundinformationen auf der Tonspur. Blautopf VR erscheint Anfang Mai auch für Android und iOS und ist im Netz als Multimedia-Reportage verfügbar.

Ebenfalls im Mai erscheint dann wohl das eigentliche Highlight des Blautopf-Projekts: Ein VR-Game für HTC Vive, bei dem man in die Rolle einer Höhlenforscherin schlüpft, die einen vermissten Kollegen finden muss. Da die Höhlen laut SWR mit Photogrammetrie-Technik aufgezeichnet wurden, darf man in der Vive-Anwendung wohl auf mehr Bewegungsfreiheit hoffen als mit der Kopfdreh-VR-Brille Oculus Go.

Blautopf VR ist eine Koproduktion des SWR mit Tellux Next GmbH, Realities.io, kohelet3 und IT Media in Zusammenarbeit mit dem Höhlenverein Blaubeuren e. V. Sie wird gefördert durch die MFG Baden-Württemberg und den FFF Bayern.

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