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BMW experimentiert mit Augmented-Reality: Datenbrille für den MINI

von Matthias Bastian27. April 2015
Bearded Dudes with weird Glasses - BMW zeigt, wie die Datenbrillen-Zukunft aussehen könnte
Tech Facts / Datenblatt
Display

Stereoscopic display, 16:9
LCoS Display Projektion

Auflösung

720p (1280 x 720 pixels)
1000:1 Contrast Ratio

Sichtfeld

FOV 28°

Kamera

5 Megapixel

Prozessor

Qualcomm® Snapdragon™ 805 processor
2,3GHZ pro Kern

Arbeitsspeicher

2 GB RAM

Grafikprozessor

Qualcomm® Adreno™ 420 graphics processing

Auf der “Auto Shanghai”-Messe 2015 hat BMW eine Augmented-Reality-Brille für MINI vorgestellt. Dabei handelt es sich vorerst nur um ein Konzept und noch nicht um ein kaufbares Produkt. Trotzdem scheint die Brille laut ersten Testberichten schon ordentlich zu funktionieren. BMW nutzt die Brille hauptsächlich so, wie man es erwartet: Als Overhead-Display für Anzeigen wie Navigation und Geschwindigkeit, die ständig im Blickwinkel des Fahrers eingeblendet werden. Dank eines relativ weiten Blickwinkels sollen diese Informationen den Fahrer nicht ablenken. Gut für Menschen, die gerne vergessen, wo sie parken: Mit der Datenbrille auf der Nase wird man zielgenau zu seinem Gefährt gelotst, auch in unübersichtlichen Parkhäusern.

MINI Augmented Vision: Datenbrille von BMW

Alles im Blick: Dank der Datenbrille kann man sich den Blick auf Tacho und Navi sparen

Wirklich sinvoll und sicherheitsrelevant ist die Möglichkeit, durch die Karosserie des Autos “hindurchzusehen”, beispielsweise beim Einparken oder in Gefahrensituationen. In einer Demonstration wurde gezeigt, wie ein Ball vor ein fahrendes Auto springt, der Fahrer aber dank der MINI-Datenbrille den Ball trotzdem noch sehen und rechtzeitig bremsen kann. Damit das funktioniert ist die Brille mit Kameras verbunden, die am Unterboden des Autos angebracht sind und einen Live-Videofeed an die Brille senden. Die “X-Ray-Vision” wird im folgenden Video kurz demonstriert:

Google Glass hat schon Strafzettel eingebracht

Man darf gespannt sein, welche Innovationen im Bereich Verkehrssicherheit uns in den nächsten Jahren erwarten. Die erste Vision von BMW hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Allerdings werden Smartglasses im Straßenverkehr noch wie Smartphones behandelt und sind dementsprechend beim Fahren verboten. Studien zeigen, dass die Datenbrillen-Nutzung die Probanden genauso stark ablenkt wie das Tippen auf einem Smartphone während der Fahrt. Für Google Glass testete das beispielsweise die University of Central Florida. Dem SPIEGEL gegenüber räumte BMW ein, dass für dieses Problem noch keine Lösung vorhanden sei. Sollte sich der Prototyp allerdings durchsetzen, würde man eine Gesetzesänderung anstoßen.

Offizieller Trailer:

Interview zur Technik von dezeen.com:

| SOURCE: BMW
| IMAGE: BMW

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