Sechs Jahre nach Erscheinen schafft der Kult-Shooter Borderlands 2 den Sprung in die Virtual Reality. Lohnt sich der Kauf, wenn man das Spiel bereits auf dem PC oder der Konsole durchgespielt hat?

LearnTec 2019

Die schlechten Nachrichten zuerst: Borderlands 2 VR unterstützt keinen Koop-Modus und erscheint ohne DLC. Die gute Nachricht: Das Spiel bietet trotzdem mehr Inhalt als die meisten VR-Titel.

Rund dreißig Stunden braucht man alleine für die Hauptgeschichte. Wer alle Quests absolviert, Jagd auf Gegenstände macht und die übrigen Charaktere ausprobiert, kommt locker auf hundert Stunden.

Wer all das schon hinter sich hat, dem bietet Borderlands 2 VR neben der zusätzlichen Immersion nicht viel Neues: Gearbox hat der VR-Portierung einen Bullet-Time-Modus verpasst und die Fertigkeitenbäume für Einzelkämpfer optimiert.

Steuerung: Gamepad hui, Playstation Move pfui

Borderlands 2 VR kann mit Playstation Move oder Dual Shock 4 gespielt werden. Sonys Aim Controller wird leider nicht unterstützt.

Dass sich schnelle Ego-Shooter nur sehr umständlich mit Playstation Move steuern lassen, weiß man von früheren PSVR-Ports. Borderlands 2 VR bestätigt diesen Eindruck.

Ein Beispiel: Um die Laufrichtung des virtuellen Alter Ego zu steuern, muss man die Spitze des Move-Controllers in die jeweilige Richtung drehen. Das gilt auch für seitliche Bewegungen und Rückwärtsbewegungen.

Teleportation wird zwar unterstützt, in diesem Fall muss man jedoch auf das Springen verzichten. Beides zugleich geht nicht. Das folgende Video zeigt das Eingabeschema der Move-Controller.

Mit dem Gamepad spielt sich der Titel sehr gut. Hiermit steuert man seine Spielfigur so flink wie gewohnt und zielt dabei mit dem Kopf. Die eigenen Hände fehlen dann zwar in der Virtual Reality, aber das nimmt man wegen des höheren Bedienkomforts gerne in Kauf. Das folgende Video zeigt das Eingabeschema des Gamepads im Detail.

In Sachen künstlicher Fortbewegung bietet Borderlands 2 VR zahlreiche Einstellungen: Man kann zwischen Teleportation und fließender Fortbewegung wählen, sich in Gradschritten oder fließend um die eigene Achse drehen und bei Bedarf einen Tunnelblick aktivieren. In dieser Hinsicht lässt das Spiel keine Wünsche offen.

Fazit: Nur für neue Borderlands-Besucher

Borderlands 2 VR ist eine Standard-Portierung ähnlich Fallout 4 VR und Skyrim VR: Sie bringt einen 2D-Titel in die Virtual Reality, ohne das Original oder Virtual Reality neu zu erfinden. Wem das reicht und wer Borderlands 2 noch nicht gespielt hat, wird seine Freude haben. Alle anderen sollten sich den Kauf zweimal überlegen.

Schade ist, dass Playstation Move die Spielerfahrung wieder einmal so stark beeinträchtigt. Da die PSVR-Exklusivität der Portierung auf fünf Monate begrenzt ist, könnte Borderlands 2 VR im Frühling für PC-VR-Brillen erscheinen und diese Nachteil beheben. Offiziell angekündigt ist allerdings noch nichts.

Borderlands 2 VR ist ab sofort für 50 Euro im Playstation Store erhältlich.

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Titelbild: Gearbox Software


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