Zwei neue Videos des Roboterherstellers Boston Dynamics lassen mal wieder staunen. Der menschenähnliche „Atlas“ ist das Kabel los und kann durch die Natur joggen. Der Vierbeiner „Spot Mini“ orientiert sich selbstständig in seiner Umgebung, steigt Treppen – und geht 2019 in den Verkauf.

Das auf Robotik spezialisierte Unternehmen Boston Dynamics ist bekannt für die beeindruckende Beweglichkeit und Athletik seiner zwei- und vierbeinigen Laufmaschinen. Vor drei Monaten veröffentlichte der Hersteller ein Video, in dem ein hundeähnlicher Roboter eine Tür öffnet. Von diesem Vorhaben lässt er sich selbst durch die drastischen Ablenkungsmanöver seines Ingenieur-Herrchens nicht stören.

In einem neuen Video sieht man den Robo-Hund frei durch eine Maschinenhalle laufen. Er erkennt eigenständig Hindernisse, umgeht sie und läuft eine Treppe auf und ab.

Einen Blick hinter die Sensoren gewährt die Navigationskarte, die in Teilen des Videos eingeblendet wird: Auf ihr sieht man, wie sich der Robo-Hund auf dem Gelände orientiert. Die in rot dargestellten Hindernisse erkennt er problemlos mithilfe von Stereo- und Tiefenkameras.

SpotMini Autonomous Navigation

Maschine vs. Tier – ab 2019 auch im eigenen Zuhause?

Spot Mini misst knapp einen Meter Höhe und wiegt 25 Kilogramm – das ähnelt einem echten Hund. Was das Tier aus Fleisch und Blut nicht kann: sich einen Roboterarm auf den Kopf schrauben. Damit lassen sich, wie zu Beginn erwähnt, zum Beispiel Türen öffnen. Vielleicht besitzt ja in Zukunft jeder einen Robo-Hund, der die Post apportiert und die Spülmaschine ausräumt.

Jedenfalls kündigt Boston Dynamics Spot Minis Verkaufsstart für 2019 an und der Robo-Hund soll sich durchaus fürs Büro und eines Tages für die eigenen vier Wände eignen. Ein Preis ist noch nicht bekannt.

In Hinblick auf die unmittelbare Lebenserwartung schlägt ein echter Hund die Maschine noch um Längen: Eine Akkuladung hält das elektronische Tier etwa 90 Minuten auf den Beinen. Langfristig dürfte dieser Vergleich zugunsten von Spot Mini ausgehen.

Spot Minis Robo-Herrchen heißt Atlas

Im zweiten Video läuft der eineinhalb Meter große Atlas-Roboter über eine Wiese. Seine Metallfüße tragen den 75 Kilogramm schweren Korpus erstaunlich sicher durch unebenes Terrain. Der Roboter ist mittlerweile kabellos unterwegs.

Besonders beeindruckend ist Atlas‘ Balance-Sinn: Unebenheiten im Boden gleicht er souveräner aus als manch ein Mensch. Der Sprung über einen Baumstamm wirkt zwar noch etwas holprig. Aber die Landung meistert er erfolgreich. So wie Spot Mini orientiert sich Atlas mittels Kameras in der Umgebung.

Getting some air, Atlas?

| Featured Image: Boston Dynamics (Screenshot)


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