Boston Dynamics demonstriert die Entschlossenheit seines Roboterhundes Spot Mini. Der kann neuerdings Türen öffnen – auch unter widrigen Bedingungen.

Vor einigen Tagen demonstrierte die Firma Boston Dynamics ihren neuesten Durchbruch: Einen Roboter in Hundegestalt – Spot Mini – der Türen öffnen kann, sowohl für sich selbst als auch einen Robo-Kollegen. Das Video der mechanischen Kollaboration wurde schnell zum Internet-Hit und hat nach kurzer Zeit bereits über acht Millionen Aufrufe. Aus gutem Grund: Den biologisch anmutenden Metallwesen bei der Arbeit zuzuschauen, ist einfach faszinierend.

Jetzt schiebt Boston Dynamics ein zweites Video nach, in dem es die Entschlossenheit des Blech-Wau-Waus und seine ausgefeilte Hydraulik und Sensorik demonstriert.

Programmiert für die Zielerfüllung

Wieder soll Spot Mini eine Tür öffnen. Doch diesmal lauert ihm einer der Boston-Dynamics-Ingenieure auf und versucht, ihn mit Körperkraft und einem Hockeyschläger davon abzuhalten. Sogar mit einem an der Rückseite befestigten Seil zieht der Mitarbeiter den Roboter von der Tür weg.

Doch Spot Mini bleibt unbeeindruckt auf sein Ziel fokussiert – und öffnet die Tür letztlich erfolgreich. Anhand des Videos ist zwar kaum zu beurteilen, wie viel Kraft der Ingenieur tatsächlich einsetzt, um den Robohund zurückzuhalten. Dennoch ist es sehenswert, wie Spot Mini alle Ausbremsversuche abschüttelt.

Laut Boston Dynamics handelt Spot Mini autonom: Die Anweisung, die Tür zu öffnen, kommt während des Videos zweimal von Menschen. Sein Vorgehen organisiert der Blechhund jedoch selbst. Spot Mini hat mehrere Kameras als Augen, mit denen er sich im Raum orientiert. Eine davon steckt in der Hand, mit der er die Türklinke greift.

Laut Boston Dynamics dienen solche Experimente nicht der Robo-Quälerei, sondern dem Erkenntnisgewinn. In diesem Fall wurde getestet, wie gut sich der Roboter bei widrigen Umständen schon durchsetzen kann und so beispielsweise für Rettungseinsätze geeignet ist.

Die Reaktionen im Netz fallen wie immer bei neuen Videos von Boston Dynamics zwiegespalten aus: Ein Teil der Nutzer ist beeindruckt vom technischen Fortschritt. Der andere befürchtete die Unterjochung durch eine Roboter-Armee.

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