Huawei zeigt auf der CES 2018 eine VR-Brille, die wahlweise mit Smartphone oder PC betrieben werden kann. Das an sich interessante Konzept scheitert am fehlenden Raumtracking.

Auf der CES 2017 zeigte das chinesische Unternehmen den Gear-VR-Klon “Huawei VR”. Ein Jahr später folgt die Vorstellung von “Huawei VR 2”, einem weitaus interessanteren Gerät.

Die VR-Brille wird per USB-Kabel wahlweise mit einem Smartphone, Tablet oder PC verbunden. Drehungen des Kopfes werden vermutlich per integrierter IMU-Sensoreinheit erfasst, ein räumliches Tracking mittels interner oder externer Kameras bietet das Gerät nicht. Der Controller erfasst ebenfalls nur Bewegungen auf einer zweidimensionalen Achse.

Huawei wollte mit der VR-Brille offensichtlich das Beste zweier Welten verbinden, überzeugt jedoch weder als mobile noch stationäre Lösung: Nutzt man das Gerät mit einem Smartphone, stört das zusätzliche Kabel, nutzt man es mit einem PC, hat man kein räumliches Tracking.

Gutes Konzept, schlechte Umsetzung

Das Hybrid-Konzept ist dennoch interessant. Oculus wurde Ende Dezember ein Patent erteilt, das eine sehr ähnliche VR-Brille beschreibt. Sie kann per Kabel wahlweise mit einem Smartphone oder PC betrieben werden, je nachdem, ob man unterwegs oder zu Hause ist. Im mobilen Modus reduziert die Brille die Grafikdetails, im stationären Modus reizt sie die Leistung des PCs aus.

Damit das Konzept aufgeht, müsste die VR-Brille ein räumliches Inside-Out-Trackingsystem für Brille und Controller bieten, so wie die Windows-Brillen oder Oculus’ Santa-Cruz-Prototyp. Mit einer drahtlosen Datenverbindung könnte gar das Kabel zum PC eliminiert werden.

Was die Displays und den Komfort betrifft, spielt Huawei oben mit: Verbaut sind wie bei Vive Pro zwei Displays, die mit 1.440 mal 1.600 Bildpunkten auflösen. Die Kopfhalterung ist Playstation VR nachempfunden und ist laut einem Kurztest von Engadget sehr bequem (siehe auch Youtube-Video).

Ob und wann die VR-Brille im Westen erscheint, ist nicht bekannt. In China ist sie seit Ende November erhältlich und kostet 300 US-Dollar.

| Featured Image: Engadget (Screenshot)

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