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CES 2018: Lenovo stellt autarke Daydream-Brille “Mirage Solo” vor

von Matthias Bastian9. Januar 2018

Auf der CES 2018 enthüllt Lenovo wie erwartet die autarke Daydream-Brille Mirage Solo, nennt aber weder den Preis noch ein genaues Erscheinungsdatum. Lose ins Auge gefasst werden darf das zweite Quartal 2018.

Da sämtliche benötigte Hardware im Gehäuse verbaut ist, braucht Mirage Solo weder Smartphone noch PC oder Konsole als Zuspieler. Das hat einen weiteren Vorteil: Die autarke VR-Brille ist von Haus aus kabelfrei.

Die Kernkomponenten von Mirage Solo sind ein Snapdragon-835-Prozessor, vier Gigabyte Arbeitsspeicher und 64 Gigabyte interner UFS-Speicher. Der 5,5-Zoll große Screen bietet 2.560 mal 1.440 Bildpunkte, die man durch zwei aspherische Fresnel-Linsen mit einem Sichtfeld von 110 Grad betrachtet. Trotz LC-Display gibt es laut Lenovo keine Probleme mit Bewegungsunschärfe, die maximale Bildwiederholungsrate liegt bei 75 Hz. Der Akku hat 4.000 mAh, Wlan und Bluetooth sind ebenfalls integriert. Das Gewicht liegt bei 645 Gramm.

Die Raumorientierung übernimmt das von Google entwickelte Inside-Out-Tracking “Worldsense” über zwei an der Vorderseite der Brille eingelassene Weitwinkelkameras. Als Steuergerät kommt der herkömmliche Daydream-Controller zum Einsatz, der anders als die VR-Brille keine Bewegungen in die Tiefe des Raumes unterstützt.

Google lässt Inhalte entwickeln

Google arbeitet mit Entwicklern zusammen, die für die autarke Brille optimierte Inhalte bereitstellen sollen, darunter ein VR-Spiel im Blade-Runner-Universum mit dem Namen Revelations, das aber offenbar nicht exklusiv für Mirage Solo erscheint. Außerdem haben Käufer der VR-Brille Zugriff auf alle rund 250 Daydream-Apps inklusive Street View und Youtube VR. Über Googles Chromecast-Dongle können die Bilder aus der VR-Brille an einen TV gesendet und so mit der Außenwelt geteilt werden.

Grund für die ständigen Verzögerungen bei der Auslieferung der VR-Brille könnten zu hohe Produktionskosten sein: Lenovo möchte den Preis unter 400 US-Dollar drücken, damit die autarke VR-Brille erschwinglicher und damit interessanter wird. Ursprünglich sollte das Gerät schon im Sommer 2017 erscheinen.