Zu Schulungszwecken dokumentierten Chirurgen des Royal London Hospital zum ersten Mal eine Hirnoperation in 360 Grad. Ein Zusammenschnitt des Filmmaterials ist auf Youtube zu sehen und nur etwas für Hartgesottene.

Im Video wird der bereits anästhesierte Patient in den OP-Saal gefahren und auf dem Operationstisch auf den Eingriff vorbereitet. Der Zuschauer kann sich im Saal frei umsehen, sieht die Operation selbst jedoch nur auf einem virtuellen 2D-Bildschirm. Diese Nahaufnahmen wurden mit Hilfe einer GoPro gemacht, die auf dem Kopf des Chirurgen befestigt wurde.

Das Video zeigt und kommentiert die wichtigsten Schritte des Eingriffs, bei dem zwei lebensbedrohliche Aneurysmen zu beiden Seiten des Gehirns behandelt werden. Der Neurochirurg Alex Alamri will mit dem Video erreichen, dass Menschen besser nachvollziehen können, was bei Hirnoperationen genau passiert.

“Hirnchirurgie ist eine der am wenigsten zugänglichen Fachbereiche der Chirurgie, insbesondere aus der Perspektive der Patienten und der Öffentlichkeit, sagt Alamri gegenüber Wired. “Sie können an Neurophobie leiden, bei dem alles, was mit dem Hirn zu tun hat, Angst einflößt.”

Für die Umsetzung arbeitete das Krankenhaus mit FundamentalVR zusammen. Das Startup entwickelt VR-Simulationen im Bereich der Medizin, die Chirurgen erlaubt, virtuelle Operationen mit haptischem Feedback durchzuführen. Das Projekt ist Teil von Brainbook, einer größeren Inititative, die Medizinstudenten Lernvideos echter Operationen zur Verfügung stellt.

| Featured Image: Brainbook (Youtube-Screenshot) | Source: Wired

Tagesaktuelle und redaktionell ausgewählte Tech- und VR-Deals: Zur Übersicht
VRODO-Podcast #111: Astrobot, VR-Isolation und Quest-Zielgruppe | Alle Folgen anhören


Unsere Artikel enthalten vereinzelt sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über einen dieser Links erhalten wir eine kleine Provision. Der Kaufpreis bleibt gleich.