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Cluster ist wie Twitch für Virtual Reality

von Matthias Bastian24. April 2016

Virtual Reality könnte für Eventplaner das nächste große Ding werden. Anstatt einen Saal oder eine Arena nur mit einigen tausend Besuchern zu füllen, lassen sich virtuelle Tickets beinahe unbegrenzt verkaufen – nur die Serverkapazität stößt derzeit noch an Grenzen. Wichtig bei solchen Virtual-Reality-Events ist, dass der soziale Aspekt eines Besuchs im Fußballstadion oder eines Konzerts mit in die virtuelle Umgebung gerettet wird. Dass das funktionieren kann, zeigt beispielsweise die Streaming-Plattform Twitch, die sich in erster Linie an Gamer richtet und es geschafft hat, das TV-Erlebnis mit einer Social-Community zu verknüpfen.

Das japanische Startup “Cluster” arbeitet an einer gleichnamigen Plattform, die dieses Prinzip auch in Virtual Reality anbieten soll. Zuletzt sammelte das Unternehmen rund eine halbe Million US-Dollar von Investoren ein, um die Meet-Up-Plattform weiterzuentwickeln. Mehr als 1.000 Nutzer sollen sich gleichzeitig im virtuellen Raum treffen können, um gemeinsam Livestreaming-Events oder virtuellen Meet-Ups beizuwohnen. Aber auch für kleine private Treffen soll Cluster geeignet sein, die Umgebungen sind entsprechend skalierbar. Nutzer können über Chats und Avatare miteinander kommunizieren. Die Telepräsenz in Virtual Reality hat laut den Entwicklern einen ganz entscheidenden Vorteil: “Es sind nur Avatare, also muss Du den Gestank des Parfüms der Person neben Dir nicht ertragen”, heißt es auf der offiziellen Webseite.

Cluster soll alle gängigen Plattformen wie Oculus Rift, Gear VR oder Cardboard unterstützen und neben Windows- auch auf Mac-Rechnern laufen. Eine erste Beta-Version für Oculus Rift gibt es hier.

Cluster wird mit einer Reihe anderer Social-Plattformen konkurrieren müssen, darunter zukünftige soziale Angebote, die direkt von Facebook kommen. Auf der F8-Entwicklerkonferenz zeigte der Netzwerkriese bereits eine erste Vision für ein zukünftiges VR-Social-Network. Bis derartige Angebote aber von einem breiteren Markt angenommen werden, dürften es noch einige Jahre dauern.

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