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Crytek steigt ins Virtual-Reality-Filmgeschäft ein

von Matthias Bastian28. April 2016

Bisher spezialisierte sich Crytek in erster Linie auf den Spielemarkt. Im Kontext von Virtual Reality könnte sich das ändern.

Die Bemühungen im Filmbereich werden aber vorerst in ein neues Unternehmen ausgelagert, das auf den einfachen und prägnanten Namen “Film Engine” hört – so wie auch das gleichnamige Produkt. Die Arbeit an der “Film Engine” startete bereits in 2008, der damalige Prototyp war die “Cinebox”. Die wurde laut Crytek von über 300 Produktionsfirmen getestet. Basierend auf dem Feedback starteten dann die Entwicklungsarbeiten an der jetzigen “Film Engine”, die auf der “CryEngine”, Cryteks Entwicklungsumgebung für Spiele, basiert. Die “Film Engine” ist aber speziell auf die Bedürfnisse der Filmindustrie ausgerichtet. Der Kreativ-Direktor bei Film Engine ist Jean-Colas Prunier, er arbeitete unter anderem an den visuellen Effekten von Avatar und Herr der Ringe.

Die “Film Engine VR” soll VR-Filmemachern zukünftig die Produktion von anspruchsvollen VR-Filmen mit einem speziell optimierten Workflow erleichtern, so dass mehr Zeit fürs Wesentliche bleibt: Anspruchsvolles Storytelling. Unter anderem kann der Direktor des VR-Films ein virtuelles Filmset in Echtzeit via VR-Brille begehen und digitale Charaktere direkt in der virtuellen Umgebung filmen. Mit diesem neuartigen Arbeitsprozess experimentiert auch Disney für den neuen Star-Wars-Film “Rogue: One”.

Ein VR-Kurzfilm namens “Codename: Sky Harbor” soll die Fähigkeiten der Film Engine demonstrieren. “Indem wir die Bedürfnisse von Filmemachern mit der Technologie der Spieleindustrie verbinden, konnten wir ein neues Produktionswerkzeug entwerfen, das verändern wird, wie die Industrie arbeitet”, sagt  Prunier. Mehr Informationen zur neuen Engine gibt es auf der offiziellen Webseite.

Crytek setzt auf Virtual Reality

Crytek aus Frankfurt ist bei Spielern bekannt für die Crysis und Far-Cry-Serie und bei Entwicklern für die frei verfügbare Entwicklungsumgebung “CryEngine”, mit der sich grafisch aufwändig inszenierte Titel umsetzen lassen. Heute erscheint die VR-Klettersimulation “The Climb” exklusiv für Oculus Rift, Cryteks erstes Spiel, das von Grund auf für Virtual Reality entworfen wurde. Außerdem kündigte Crytek das neue Förderprogramm “VR First” an, bei dem Studenten VR-Brillen, schnelle PCs und die nötige Software, unter anderem die CryEngine, zur Verfügung gestellt bekommen, um mit neuen App-Ideen für Virtual Reality zu experimentieren – nicht nur für Spiele, sondern für alle Lebens- und Arbeitsbereiche.

| Source: Film Engine | Via: Gamesindustry.biz